Bei der Landung in München: Airbus A350 von Lufthansa.

Konzernweit neuer ZuschlagLufthansa bittet Fluggäste für Umweltkosten zur Kasse - zwischen 1 und 72 Euro

Er gilt für alle Flüge der Lufthansa-Gruppe mit Start in EU-Ländern, in Großbritannien, Norwegen und der Schweiz: Der Konzern erhebt künftig einen Umweltkostenzuschlag.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Durch einen sogenannten Umweltkostenzuschlag bittet die Lufthansa-Gruppe ihre Fluggäste künftig zur Kasse. «Der Zuschlag soll einen Teil der aufgrund regulatorischer Umweltauflagen stetig steigenden Zusatzkosten abdecken», teil das Unternehmen mit.

Der Zuschlag gilt für alle von Lufthansa Group vermarkteten und durchgeführten Flüge mit Start aus den 27 Ländern der EU sowie aus Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Die Höhe variiert je nach Flugstrecke und Tarif und liegt zwischen 1 Euro und 72 Euro.

Für Abflüge ab 1. Januar 2025

Der Zuschlag wird für alle Tickets, die ab 26. Juni 2024 ausgestellt werden, erhoben und gilt für Abflüge ab 1. Januar 2025. Die jeweilige genaue Höhe des Zuschlages wird auf den Buchungsseiten der Lufthansa-Group-Airlines in den Preisdetails angezeigt.

Der Konzern argumentiert, er investiere «jährliche Milliardenbeträge in neue Technologien» und helfe auf verschiedenen Wegen, das Fliegen Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten. «Die in den nächsten Jahren regulatorisch bedingten und sukzessive steigenden Zusatzkosten kann die Airline-Gruppe jedoch nicht allein tragen», schreibt Lufthansa. «Ein Teil dieser für das Jahr 2025 zu erwartenden Kosten sollen nun durch den neuen Umweltkostenzuschlag gedeckt werden.»

Auf diese Zusatzkosten verweist Lufthansa

Lufthansa Group nennt als Gründe für die Zusatzkosten «die ab 1. Januar 2025 bei Abflügen aus Ländern der Europäischen Union (EU) gesetzlich geltende Beimischungsquote von zunächst 2 Prozent für nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF), Anpassungen des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS) sowie weitere regulatorisch bedingte Umweltkosten wie beispielsweise das Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation (Corsia)».

Die EU hat im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms «Fit for 55» verpflichtende, über die Jahre bis 2050 ansteigende SAF-Beimischungsquoten beschlossen. Ab 2025 soll die Quote bei 2 Prozent liegen, ab 2030 bei 6 Prozent, ab 2035 bei 20 Prozent, ab 2050 bei 70 Prozent.

Zertifikate kaufen und handeln

Im EU-Emissionshandelssystem EU-ETS werden die CO₂-Emissionen seit 2012 durch einen Zertifikatehandel gesteuert und begrenzt. Lufthansa schreibt: «Zusätzliche Verpflichtungen zur Abgabe von Emissionszertifikaten bestehen durch die Emissionshandelssysteme der Schweiz (CH-EHS) und des Vereinigten Königreichs (UK-ETS) für die Flüge zwischen dem Europäischen Wirtschaftsraum, der Schweiz und Großbritannien.»

Mit dem im Jahr 2016 bei der International Civil Aviation Organization Icao getroffenen Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation (Corisa) werden seit 2021 wachstumsbedingte CO₂-Emissionen im internationalen Luftverkehr durch den Erwerb von Zertifikaten kompensiert.

Mehr zum Thema

Synhelions Anlage namens Dawn in Jülich: ein Turm und viele Spiegel.

218 Spiegel helfen Swiss, sauberes Kerosin herzustellen

Flugzeug über Mailand: Icao und Google wollen belastbarere CO<sub>2</sub>-Berechnungen.

Warum CO2-Rechner so unterschiedliche Resultate liefern

Airbus A220 von Swiss: Die Airline geht neue Wege.

Wer von Zürich nach Genf fliegt, muss Öko-Tarif zahlen

ticker-lufthansa

D-AIHW: Auch dritter Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf verlassen

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack