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Allegris-KabineLufthansa hat Ärger mit neuen Business-Sitzen für Boeing 787

Die deutsche Airline hat immer noch keinen Dreamliner mit Allegris-Kabine. Das liegt offenbar an einer fehlenden Freigabe für Collins-Aerospace-Sitze in der Business Class. Lufthansa prüft einen Start ohne diese Plätze.

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15 Exemplare der Boeing 787 wollte Lufthansa im Jahr 2024 in Betrieb nehmen. «Gekommen ist kein einziges und alle werden nun im nächsten Jahr zu uns stoßen», sagte Konzernchef Carsten Spohr Ende Juli. Den Grund, warum etliche bereits produzierte Dreamliner für die deutsche Fluglinie bei Boeing in Charleston stehen, hatte er schon im April verraten: «Zertifizierungsfragen, die noch zwischen Boeing, den Sitzherstellern und den Behörden geklärt werden müssen.»

Die Jets erhalten die neue Allegris-Kabine. Jetzt sagte der Lufthansa-Group-Chef bei einer internen Veranstaltung laut einem Bericht des Magazins Spiegel, mittlerweile seien 13 Boeing 787 fertig, bald würden es 15 sein. In sechs der Jets seien bereits die neuen Sitze eingebaut.

Start mit einigen freien Sitzen?

Doch die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat Sitzen des Herstellers Collins Aerospace, die in der Business Class von Lufthansa Dreamlinern zum Einsatz kommen, noch keine Zulassung erteilt. Hintergrund ist laut dem Bericht ein Crashtest, bei dem die Sitze Belastungen von bis zum 16-fachen der Erdanziehungskraft ausgesetzt werden. Ob die Sitze den Test nicht bestanden oder noch gar nicht absolviert haben, schreibt das Magazin nicht.

Dafür rechnet Lufthansa nicht mit einer Zulassung vor Sommer 2025. «Selbst ein Szenario, bei dem die Sitze gar keine Zulassung erhalten, gilt als nicht ausgeschlossen», so der Spiegel. Daher gebe es im Management von Lufthansa die Überlegung, einen Teil der fertigen Boeing 787 schon in Betrieb zu nehmen, die Collins-Sitze in den hinteren Reihen der Business Class aber zunächst unbesetzt zu lassen. Dies würde aber nur auf Strecken mit geringem Anteil an Business-Gästen passieren.

A350 hat mittlerweile Allegris-First-Class

Lufthansa war ähnlich bereits mit den ersten Airbus A350 mit Allegris-Kabine vorgegangen. Sie verfügen im Gegensatz zur Boeing 787 auch über eine First Class. Da diese aber nicht schnell genug zertifiziert war, startete die Fluglinie zuerst ohne erste Klasse und baute stattdessen eine unbesetzte Economy-Class-Reihe ein, um Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Mittlerweile hat die Frist Class die Freigabe erhalten und den Dienst angetreten.

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Stefan Eiselin
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