Zahlreiche SchließungenLuftfahrt in den USA bereitet sich auf Hurrikan Milton vor

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag soll Hurrikan Milton die Küste Floridas erreichen. Zahlreiche Flughäfen bleiben auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Hurrikan-Saison im Nordatlantik erreicht von Mitte August bis Ende Oktober ihren Höhepunkt. Erst Ende September wütete Hurrikan Helene in den USA mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde. Besonders betroffen waren die Bundesstaaten Florida, Georgia, South Carolina, Georgia, Florida, Tennessee und Virginia. Über 230 Menschen kamen ums Leben, zahlreiche weitere werden noch vermisst.

Nun bereiten sich die Bundesstaaten im Südosten der USA auf den nächsten Wirbelsturm vor. Milton soll anders Helene zwar weniger Regen mit sich führen, aber mit Geschwindigkeiten von bis 250 Kilometern pro Stunde auf Land treffen. Es werden Sturmfluten mit einer Höhe zwischen drei und fünf Metern erwartet.

Gebiet zwischen Tampa und St. Petersburg

Milton wird laut Experten zunächst über die mexikanische Halbinsel Yucatán hinwegfegen und dann in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (vom 9. auf den 10. Oktober)  an der Westküste von Florida auf Land treffen. Besonders wird er wohl die Städte Tampa und St.Petersburg treffen. In der Region leben rund drei Millionen Menschen.

In einigen Bezirken entlang von Floridas Westküste haben die Behörden Evakuierungsbefehle erlassen. US-Präsident Joe Biden forderte die Menschen auf, den Anordnungen Folge zu leisten.

Zahlreiche Flughäfen stellen Betrieb ein

Auch der Luftverkehr bereitet sich auf den Monstersturm vor. Zahlreiche Flughäfen haben temporäre Schließungen angekündigt. Der Orlando International Airport, der größte Flughafen Floridas und mit knapp 57 Millionen Reisenden pro Jahr der achtgrößte in den USA, wird ab Mittwoch (9. Oktober) um 8:00 Uhr geschlossen.

Der Orlando Executive Airport für die allgemeine Luftfahrt stellt bereits am Dienstag um 22:00 Uhr den Betrieb ein. Wie lange die Flughäfen geschlossen bleiben, ist unklar. Flughafenvertreter sagten gegenüber dem Sender NBC, dass die Flughäfen wieder öffnen, «wenn es sicher ist». Beide Airports bleiben allerdings für Not- und Hilfsflüge geöffnet.

Airport in Tampa schließen schon am Dienstag

Der Flughafen Tampa mit jährlich rund 23 Millionen Fluggästen stellt bereits am Dienstag um 21:00 Uhr für unbestimmte Zeit den Betrieb ein. Laut Mitteilung auf X wird der Flughafen wieder öffnen, sobald es gefahrlos möglich ist.

Der zweite Flughafen von Tampa, der St. Pete-Clearwater International Airport wird nahezu ausschließlich von der Billigfluggesellschaft Allegiant genutzt. Er schließt nach dem letzten Start Dienstag um 12:30 Uhr und wird am Mittwoch und Donnerstag geschlossen bleiben.

American legt Zusatzflüge auf

Auch der Sarasota Bradenton International Airport südlich von Tampa wird am Dienstag um 16 Uhr geschlossen und wieder geöffnet, «sobald dies sicher möglich ist», teilte der Flughafen bei X mit. Der Airport hat ein Passagieraufkommen von rund vier Millionen Reisenden pro Jahr.

Fluggesellschaften wie American, Delta und Southwest haben ihren Betrieb Richtung Tampa eingestellt und bieten betroffenen Fluggästen flexible Umbuchungsmöglichkeiten. American Airlines hat zudem angekündigt, zusätzliche Flüge mit mehr als 2000 Sitzplätzen von Tampa und Sarasota aufzulegen, um mehr Menschen per Flugzeug evakuieren zu können.

Auch Flugschulen geschlossen

Nicht nur die kommerzielle Luftfahrt ist betroffen, sondern auch die allgemeine Luftfahrt. Viele Flugschulen haben vorsorglich alle Schulungsflüge eingestellt. Die Luftfahrtbehörde FAA hat für weite Teile des Bundesstaates Florida vorübergehende Flugbeschränkungen erlassen und die Fluglotsen leiten Flüge um.

Mehr zum Thema

Lockheed C-130J Hercules. Bald in der NOAA-Flotte.

Lockheed C-130 Hercules jagen künftig Hurrikane

Knapp vorbei - wackelig war es wohl dennoch: Airbus A320 von Jetblue auf dem Weg nach New York.

Wenn der Flug über einen Hurrikan führt

Der Weg von Dorian: Direkt auf Florida zu.

In Florida schließen Flughäfen

ticker-usa

USA fördern neue Flugverbindungen mit 11,35 Millionen Dollar

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier