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Die Problempiste von Los Angeles

Vor wenigen Jahren baute der Flughafen Los Angeles LAX eine neue Start- und Landebahn. Nun zeigen sich massive Qualitätsmängel.

Brachiator/Wikimedia/CC

Restaurant und Tower in LAX: Kaputte Start- und Landebahn.

250 Millionen Dollar hat die Renovierung der Piste im Süden des Flughafens vor sechs Jahren gekostet. 500 An- und Abflüge zählt die Start- und Landebahn 25L pro Tag. Doch schon bald könnte der Flughafen gezwungen sein, diese Flüge umzuleiten. Denn: Die Piste ist beschädigt. Wie die Zeitung Los Angeles Times berichtet, bilden sich Risse, Dellen und weitere Schäden, die zu einer zwangsweisen Schließung der Piste führen könnten.

Die Stadt Los Angeles hat aus diesem Grund die Unternehmen verklagt, die mit dem Bau der Start- und Landebahn beauftragt waren. R&L Brosamer, HNTB, CH2M Hill, Tutor-Saliba und O&G Industries sind die genannten Übeltäter. Es könnten massive wirtschaftliche Schäden entstehen, argumentiert die Stadt.

Wirtschaftliche Schäden

Normalerweise soll eine Piste 20 bis 25 Jahre halten. Daher werde man demnächst wohl gezwungen sein, die Bahn zu reparieren. Und auch das werde zu Problemen führen. Die Umleitung der Flieger dürfte für die ein oder andere Verspätung oder Annulierung sorgen.

Vom Flughafen selbst heißt es, man beobachte den Zustand der Piste 25L genau. Auch die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA ist sich des Problems bewusst und behält die Bahn im Auge. Laut der Klageschrift ist das Problem die Beton-Mischung, die die Baufirmen verwendet haben. Diese seit den Anforderungen eines hoch frequentierten Flughafens nicht gewachsen. Auch an anderen Stellen außerhalb des betroffenen Runways habe es Probleme gegeben, die damit zusammenhängen können, heißt es weiter.



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