Flieger zieht Kondensstreifen: Organisation untersucht Klimafreundlichkeit von Airlines.

CDP-RankingWie ernst welche Airline das Klimaproblem nimmt

Die Organisation Climate Disclosure Project untersucht jedes Jahr das Klima-Engagement von Unternehmen, darunter Fluggesellschaften. Die Liste der Besten - und weniger Guten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Seit 20 Jahren besteht das Carbon Disclosure Project, meist kurz CDP genannt. Die in London ansässige gemeinnützige Organisation nimmt in Sachen Klimaschutz Unternehmen sowie auch Kommunen genau unter die Lupe. Büros in Metropolen sowie Partnerorganisationen auf der ganzen Welt werten dazu Daten aus, die Unternehmen das Carbon Disclosure Project zusenden.

Das Ziel: Mit dem größten Klima-Ranking der Welt will das Carbon Disclosure Project CDP zeigen, wie sehr sich Unternehmen um Klimaschutz bemühen. Die Teilnehmerliste ist eine Versammlung der weltweit bedeutsamsten Konzerne. Genau wie Ölunternehmen, Banken, Automobilherstellern oder Technologieriesen gehören auch Fluglinien dazu. Die Veröffentlichung der diesjährigen Ergebnisse zeigt, wie sehr Airlines den Umweltschutz unterschiedlich gewichten.

Nur eine Airline mit Bestnote

Mit einem angelsächsischen Notensystem bewertet das CDP die Konzerne. A stellt das beste Ergebnis dar, D das schlechteste. Genau wie bei Schulnoten verdeutlicht ein Minus, wenn ein Ergebnis knapp erreicht wurde. Wer ein F erhält, hat keine ausreichenden Daten eingereicht.

Die Bestnote A - was einer deutschen 1 entspricht - erreichten im Transportwesen viele Unternehmen. So etwa die Deutsche Bahn sowie Eisenbahngesellschaften aus Japan oder Kanada. Doch nur eine einzige Fluggesellschaft nimmt den Platz eines Vorreiters ein, wie CDP Konzerne mit A-Ergebnis betitelt. Es ist die amerikanische United Airlines.

Netzwerkairlines in vorderen Rängen

Erst ab B, der Ebene der Leader, finden sich die Namen mehrerer Fluglinien. Mit dabei Lufthansa, die in einer Mitteilung stolz von einem «Airline-Spitzenplatz» spricht. Diesen teilt sie sich mit elf weiteren großen Netzwerkairlines. Mit Southwest und Ryanair sind dagegen nur zwei Billigairlines vertreten. Auch zwei Schiffsreedereien bekamen diese Note sowie die Logistikriesen DHL, Fedex und UPS.

Fünf Airlines erreichen ein C. Vier weitere Fluglinien kommen auf ein D. In beiden Notenbereichen sind Airlines in der Mehrheit. Mit einem F werden 19 Passagierfluglinien bewertet. Die Organisation weißt hier nachdrücklich darauf hin, dass hier nicht genug Daten zur Verfügung gestellt worden sind. Ein «Versagen in der Umweltverantwortung» ist damit nicht zwingend verbunden.

Sehen Sie folgend das CDP-Ranking der Fluglinien für 2020 bezüglich CO2-Emissionen:

Note A

  • United Airlines (Vereinigte Staaten)

Note B

  • Eva Airlines (Taiwan)
  • Avianca (Kolumbien)
  • Lufthansa-Gruppe (Deutschland)
  • All Nippon Airways ANA (Japan)
  • China Airlines (Taiwan)
  • Delta Air Lines (Vereinigte Staaten)
  • Finnair (Finnland)
  • Southwest Airlines (Vereinigte Staaten)
  • SAS Scandinavian Airlines (Schweden)
  • American Airlines (Vereinigte Staaten)

Note B-

  • Air France-KLM (Frankreich, Niederlande)
  • Ryanair (Irland)

Note C

  • Easyjet (Vereinigtes Königreich)
  • Singapore Airlines (Singapur)
  • Korean Air (Südkorea)
  • Air Canada (Kanada)
  • Cathay Pacific (Hongkong)

Note D

  • Alaska Air (Vereinigte Staaten)
  • Jetblue Airways (Vereinigte Staaten)
  • Azul (Brasilien)
  • Aeroflot (Russland)

Note F

  • China Southern Airlines (China)
  • Air Asia (Malaysia)
  • Aeromexico (Mexiko)
  • Air China (China)
  • Asiana (Südkorea)
  • Jeju Air (Südkorea)
  • Air New Zealand (Neuseeland)
  • China Eastern Airlines (China)
  • Wizz Air (Ungarn)
  • Norwegian (Norwegen)
  • Utair (Russland)
  • Skywest (Vereinigte Staaten)
  • Latam (Chile)
  • Virgin Australia (Australien)
  • Westjet Airlines (Kanada)
  • Hainan Airlines (China)
  • Garuda Indonesia (Indonesien)
  • Copa (Panama)
  • Qantas (Australien)

Mehr zum Thema

Betankung eines Flugzeuges: Nachhaltiger Treibstoff wird beigemischt.

Plan soll Weg zu billigerem Öko-Kerosin in Deutschland ebnen

Boeing 777 von ANA: Japanische Airline untersucht Recycling-Kerosin aus Abgasen.

All Nippon Airways will aus Abgasen Treibstoff machen

Flugzeug: Alternative Treibstoffe können aus Energiepflanzen wie etwa Leindotter gewonnen werden.

Airbus, Boeing, KLM und Co. fordern Biokerosin-Pflicht

ticker-lufthansa

Lufthansa verkleinert Angebot nach Dresden und Leipzig

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil