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Malindo sagt Air Asia den Kampf an

Lowcost-Platzhirsch Air Asia hat neue Konkurrenz an der Heimbasis. Die neue Fluglinie Malindo schmiedet große Pläne.

Malindo

Kassenschlage Boeing 737: das 7500. Exemplar geht an Malindo Air

Am 22. März hob die erste Maschine von Malindo Air vom Flughafen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur zum Inlandflug nach Kota Kinabalu ab – über einen Monat früher als ursprünglich geplant. Dieses forsche Tempo will Malindo beibehalten. Noch in diesem Jahr will die Fluggesellschaft zwölf Boeing 737-900ER kaufen. Die Fluggesellschaft hat jüngst von der amerikanischen Export-Import-Bank für den Kauf von insgesamt 27 solcher Flugzeuge einen Kredit über 1,1 Milliarden Dollar erhalten. In Malaysia wird groß angerührt. Innerhalb von zehn Jahren soll die Flotte 100 Maschinen umfassen.

Die Airline hat bereits bekannt gegeben, dass sie ab Juni von Kuala Lumpur ins indische Neu Delhi fliegen wird. Außerdem sollen Ziele von den regionalen Flugplätzen in Sabah und Sarawak hinzukommen. Vor allem Routen nach China stehen dabei im Fokus.

Der Kampf der Billigflieger in Südostasien

Malindo ist einer Tochter der indonesischen Lion Air, die am vergangenen Wochenende nach einer spektakulären Bruchlandung weltweit Schlagzeilen schrieb. Mit der Expansion greift Lion Air den Konkurrenten Air Asia auf dem Heimatmarkt an. Malindo ist Gemeinschaftsunternehmen der malaysischen National Aerospace and Defence Industries und Lion Air. Mit der Gründung von Malindo reagierte Lion Air darauf, dass Air Asia in Indonesien einen eigenen Ableger eröffnet hatte.

Malindos Slogan «Mehr als nur Lowcost » verspricht, mit mehr als dem Preis zu punkten. So werden alle Sitze an Bord einen eigenen Bildschirm haben, Verpflegung und Gepäckaufgabe sind gebührenfrei und die Kabine bietet auch Plätze in einer Business-Klasse.

Die Hybridformel lautet Lowcost und Service

Die aktuellen Zahlen stimmen die Verantwortlichen optimistisch. Auf den ersten Flügen erreichte Malindo bereits eine Auslastung von 70 Prozent. Das Ziel ist längerfristig eine Auslastung von 85 bis 90 Prozent. Bis in den Herbst erkauft sich Malindo Air die Passagiere mit einem Promotarif von umgerechnet knapp zehn Euro.

Experten bezweifeln, dass Malindo langfristig mit solchen Preisen operieren kann. Aufgrund der zusätzlichen Leistungen wird Malindo höhere Kosten haben als Konkurrent Air Asia und wird folglich etwas teurer werden müssen und dafür mit dem Service die Passagiere anziehen.



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