Neuer Anlauf für Kuwait Airways

Der Golfstaat unternimmt einen neuen Versuch, seine Nationallinie zu privatisieren. Experten bezweifeln den Erfolg.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Was lange währt, wird endlich gut? Dieser Ansicht dürfte die Regierung in Kuwait sein. Am Wochenende hat sie einem Vorschlag zugestimmt, wie die verlustreiche staatliche Fluggesellschaft Kuwait Airways privatisiert werden soll. Neu ist dieses Vorhaben nicht: Ursprünglich hätte dies schon 2008 geschehen sollen, doch seitdem hat die Regierung es immer wieder vertagt. Zuletzt hieß es, man wolle die Airline zuerst auf Vordermann bringen, bevor man sie in die Privatwirtschaft entlässt.

Laut dem aktuellen Plan sollen 35 Prozent der Fluggesellschaft an einen langfristig interessierten Partner gehen. Als Käufer kommen an der Börse in Kuwait geführte Unternehmen sowie «spezialisierte» internationale Firmen in Frage. Die Regierung rechnet dabei mit einem Verkaufspreis von rund 210 Millionen Euro. 20 Prozent der Anteile behält der Staat, fünf Prozent der Anteile gehen an die Belegschaft von Kuwait Airlines. Die restlichen 40 Prozent werden an die Bevölkerung verteilt. Diese dürfen ein Jahr lang die Aktien nicht verkaufen, der zukünftige Großinvestor ist sogar drei Jahre gebunden. Bis 2015 will die Regierung den Verkauf abwickeln, noch fehlt aber die Zustimmung des Parlaments.

Zu teuer

Analysten schätzen den Verkaufspreis allerdings als zu hoch ein. Experten sehen es daher als eher unwahrscheinlich an, dass sich die Etablierten der Region wie Emirates, Ethiad oder Qatar um die kleine Kuwait Airlines reißen werden. «Die Fluggesellschaft kämpft seit Jahren mit Verlusten. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die anderen großen Carrier in der Region einsteigen wollen,» sagte Airline-Analyst John Strickland gegenüber Golfzeitung The National. «Außer der Preis wird gesenkt oder die Anteile und damit die Einflussnahme des Käufers werden erhöht.»

Kuwait Airways betreibt aktuell eine Flotte von 17 Flugzeugen für den Linienverkehr sowie 7 weiteren im VIP-Staatsdienst. Bedient werden vor allem Ziele im Nahen Osten und Asien. In Europa fliegt Kuwait Airways Frankfurt, Genf, London, Paris sowie Rom an.

Mehr zum Thema

etihad airways manchester city

Fußballer tragen im englischen Pokalwettbewerb Emirates auf dem Arm - mit einer Ausnahme

ticker krieg

Flugausfälle im Nahen Osten gehen deutlich zurück - Gulf Air und Kuwait Airways noch stark betroffen

Mattala Rajapaksa Airport im Süden Sri Lankas: Starten und landen hier bald Qatar Airways sowie Emirates?

Wird ein Flop-Flughafen auf Sri Lanka zur Alternative für Emirates und Qatar Airways?

Airbus A380 von Emirates am Flughafen Dubai: Ein Superjumbo soll im Iran-Krieg bisher beschädigt worden sein.

Airbus A380 von Emirates am Flughafen Dubai bei iranischem Angriff getroffen

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies