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Traumdestinationen

Montenegro – in drei Stunden vom Wanderparadies zur Adriaküste

Montenegro hat seine Schönheit seit Jahrhunderten geschützt und bewahrt. Das Land bietet Reisenden außergewöhnliche Naturlandschaften, malerische Dörfer und wunderschöne Strände.

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Privatinsel Sveti Stefan mit Hotelresort

Der Himmel über Podgorica zeigt sich nicht von seiner besten Seite. Es regnet leicht, dafür ist die Temperatur sehr angenehm, was sich in den nächsten Stunden allerdings schlagartig ändern wird. Wir fahren gleich weiter ins Landesinnere. Unser Ziel ist das knapp drei Stunden Fahrtzeit entfernte Zabljak, die höchstgelegene Stadt Montenegros auf 1456 Meter über Meer und Ausgangsort für Touren in den bekannten Durmitor Nationalpark.

Der Durmitor ist ein Bergmassiv im Norden des Landes und umschließt den gleichnamigen Nationalpark, welcher seit 1980 zum Unesco-Weltnaturerbe gehört. Das Gebirge ist ein sehr beliebtes Touristenziel. Und die Hauptsaison ist traditionell der Winter, wenn die Region für Wintersport genutzt werden kann. Ausländische Reisende besuchen den Durmitor vor allem in den Sommermonaten, um das vielfältige Angebot von Outdoor-Aktivitäten zu nutzen. Dies ist vor allem Wandern und Bergsteigen, aber auch River Rafting in der Tara-Schlucht, Ausflüge mit Quad-Fahrzeugen über Stock und Stein oder auch eine Fahrrad-Tour über Naturwege, vorbei an einem der vielen Seen in der Gegend.

Montenegro hat fünf Nationalparks

Apropos Seen, der berühmteste unter ihnen ist der Crno Jezero oder auch Schwarzer See genannt. Dieser Gletschersee besteht genau genommen aus zwei Seen, welche durch einen engen Wasserweg verbunden sind. Während der Sommermonate führt dieser allerdings wegen der Trockenheit kein Wasser, sodass zwei voneinander getrennte Wasserflächen entstehen. Der See ist leicht zugänglich und zu Fuß vom Zentrum zu erreichen. Ein ca. 3,5 Kilometer langer Weg umrundet den gesamten See und ist somit ein beliebtes Urlaubsziel.

Nach dem Abstecher in den Norden des Landes und somit in die grüne Berglandschaft Montenegros, welche die auch eher frische Temperaturen mit sich bringt, geht unsere Reise weiter an die Adriaküste. Auf der Fahrt in wärmere Gefilde machten wir unter anderem einen Halt beim Eco Village Nevidio einem kleinen touristischen Angebot mit 12 Cottages mit Größen von 40 m2 bis 60 m2. Das ganze Village hält großen Wert auf Nachhaltigkeit und naturnahen Tourismus. So findet man im ganzen Ressort kein Plastik und auch bei den vielen Outdoor-Aktivitäten wird auf schonenden Umgang mit der Natur geschaut.

Freie Sicht auf die Bucht von Kotor

Und dann plötzlich haben wir freie Sicht auf das glänzende Mittelmeer. Vor uns erstreckt sich die wunderbare Aussicht auf die berühmte Bucht von Kotor. Die Bucht ist eine fast 30 km lange, von hohen und steilen Bergen gesäumte fjordartige Naturschönheit. Die inneren Buchten von Risan und Kotor gehören zum Unesco-Welterbe.

Wir besuchen Kotor, eine alte mediterrane Handels- und Hafenstadt, welche bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. Den Einwohnenden Schutz vor Übergriffen bot. In der heutigen Zeit ist Kotor einer der meistbesuchten Orte in Montenegro. Die Stadt bietet viele kulturhistorische Bauwerke, enge Gassen und gemütlich Lokale zum Verweilen. Sehenswert ist die eindrucksvolle und 4,5 km lange Stadtmauer, welche die mittelalterliche Altstadt umgibt. Diese ist bis zu 15 Meter breit und erstreckt sich auf eine Höhe von 260 Metern auf den Berg San Giovanni. Heute wird Kotor auch von vielen Kreuzfahrtschiffen angefahren, welche meistens nur für einige Stunden im Hafen anlegen.

Budva, oder auch die Königin von Montenegro Tourismus

Auf der gegenüber liegenden Seite der Bucht hat es viele kleine Boutique-Hotels und schmucke Restaurants direkt am Wasser. Von dort hat man wunderbare Sicht auf Kotor sowie die dahinterliegende Bergkette mit den grünen Hängen. Bei der breitesten Stelle der Bucht liegt das Blue Kotor Bay Premium Spa Resort. Ein sehr schön am Wasser gelegenes Hotel mit ausgezeichneter Küche, welches sich ausschließlich Erwachsenen Gäste gewidmet hat.

Unsere Fahrt geht weiter in den Badeort Budva mit seinen rund 16.000 Einwohnern. Diese Zahl schwillt in den Sommermonaten jedoch auf 1 Million Personen an, welche sich über ein paar Wochen in dem Küstenort verteilen. Budva wurde 1979 von einem Erdbeben fast vollständig zerstört, aber originalgetreu wieder aufgebaut. Die Altstadt ist von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben und steht heute unter Denkmalschutz. An zwei großen Stränden von der Altstadt entfernt, reihen sich viele Hotels und Apartmenthäuser, um all die sonnenhungrigen Touristen empfangen zu können.

Zwei internationale Flughäfen sind das Tor zur Welt

Unweit der Stadt befindet sich die kleine Insel Sveti Stefan, welche nur über einen Damm zu erreichen ist. Die Insel umfasst 1,46 Hektar und beherbergt ein exklusives Hotel. Die Insel sowie der zum Hotel gehörende Park ist somit nur für Hotelgäste zugänglich. Allerdings ist das Hotel zurzeit noch geschlossen und so besteht die Möglichkeit, den Park sowie die Privatstrände zu besuchen. Ein Ausflug, welcher sich absolut lohnt, da der Park mit einem großen und schönen Baumbestand einlädt und das Wasser an den Stränden glasklar schimmert.

Der zweite internationale Flughafen des Landes neben Podgorica, wohin auch Luxair fliegt, befindet sich im Küstenort Tivat, deswegen ist es nicht erstaunlich, dass dieser Ort in Sachen Tourismus Grosses geplant hat. Nicht weniger als ein zweites Monaco soll aus diesem Ort an der Einfahrt zur Bucht von Koto werden. Wir waren Gäste von der Luxusjacht-Marina Porto Montenegro. Das mediterrane Klima und die 300 Sonnentage im Jahr soll zukünftig Luxusjacht Besitzer aus der ganzen Welt nach Tivat führen. Hier entsteht der erste hochmoderne Tiefwasser-Yachthafen in der Adria. Bei der Fertigstellung dieses riesigen Bauvorhabens wird der Hafen mehr als 600 Liegeplätze für Jachten in allen Größen anbieten, davon auch über 100 Plätze für Superjachten bis 220 Meter Länge.

Abseits vom Luxus und Pauschaltourismus

Bereits jetzt lädt Porto Montenegro mit einer schönen Uferpromenade mit vielen Restaurants, Cafes und einigen Shops der bekannten Luxusmarken zum Verweilen ein. Das Angebot wird ergänzt durch das 5 Sterne Hotel «Regent» sowie einigen Apartmenthäusern mit Luxusresidenzen. Die Marina bietet zudem diverse Freizeitmöglichkeiten inklusive eines Ablegers des internationalen Lifestylebrands Buddha-Bar mit einem Beach Club welcher einen über 60 Meter langen Infinity-Pool anbietet.

Abseits vom Luxus und Pauschaltourismus

Bei uns geht es mit dem Boot weiter. Von der Marina zuerst zum Flughafen von Tivat, von welchem man Hotels an der Küste auch bequem per Taxi-Boot erreichen kann und vorbei an der «Blumeninsel», «Sveti Marko», welches die größte Insel in der Bucht von Kotor im Becken von Tivat ist, sowie Gospa od Milosti, einer nur 160 Meter langen und 60 Meter breiten Insel, welche eine Kirche sowie ein kleines klösterliches Wohngebäude beherbergten. Unser Ziel war das kleine Fischerdorf Bjelila. Für alle, die weg von den größeren Orten Montenegro genießen möchten, bietet dieser kleine Ort ein paar schmucke Ferienwohnungen sowie zwei kleine Hotels an.

Vom Boot geht es dann wieder mit dem Bus weiter. Das besuchte kleine Fischerdorf liegt auf der Seite der Kotor Bucht am Fuße der Halbinsel Luštica, eine gebirgige und buchtenreiche Fläche von 47 km2 an der Adriaküste. Aufgrund ihrer strategischen Lage wegen vor dem Eingang in den ehemaligen Kriegshafen Kotor befanden sich auf der Halbinsel wichtige militärische Einrichten und war bis Ende der 1990 Sperrgebiet.

Eine Stadt wächst heran

Seit dem Jahre 2008 wird hier ein weiteres touristisches Mammut Projekt realisiert, Luštica Bay eine neu erbaute Stadt mit dem Ziel, das Leben der Bewohner so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Küstenstadt beherbergt heute das renommierte Chedi Hotel, Apartmenthäuser mit Luxus-Residenzen, vier Strände, diverse Einzelhandelsgeschäfte, ein umfassendes gastronomisches Angebot, Sport- und Golfplätze sowie einen Jachthafen. Obwohl sämtliche Gebäude erst in den letzten Jahren entstanden sind, hat man überhaupt nicht den Eindruck, in einer Retortenstadt zu sein.

Im Gegenteil, bei der Planung und beim Bau dieser neuen Stadt mit dem zukünftigen Ziel Platz für 50.000 Bewohner zu bieten, wurde sehr viel Wert auf Details und Authentizität gelegt. Man darf gespannt sein, wie sich dieses Projekt weiterentwickelt. So sind unter anderem noch sechs weitere 5 Sterne Hotels in Planung.

Eine Stadt wächst heran

Montenegro hat uns  begeistert. Das Land bietet viele Möglichkeiten, sowohl für den Individual- wie auch Pauschaltouristen. Von den Bergen mit Schnee im Winter bis hin zu den adriatischen Traumstränden sind es nur ein paar wenige Autostunden. Mit zwei Flughäfen, welche von vielen Orten in Europa angeflogen werden, ist der Urlaub nur zwei bis drei Flugstunden entfernt. Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor des Landes, und dies spürt man auch als Reisender. Man ist überall herzlich willkommen und das Land hat noch viele ehrgeizige Pläne, um Gäste aus aller Welt in Zukunft willkommen zu heißen.


Luxair plant im Jahr 2023 die Verbindungen von Luxemburg nach Montenegro auszubauen. Geplant sind zwei Flüge pro Woche nach Tivat und zwei Verbindungen pro Woche nach Podgorica. Angeboten werden die Flüge von Mai respektive Juli bis September und die Flugzeit beträgt rund 2 Stunden 40 Minuten.

Diese Reise wurde ermöglicht durch Luxair und Luxair Tours, zusammen mit dem Tourismusbüro von Montenegro. Die Testenden von aeroTELEGRAPH hatten bei ihrem Urteil trotzdem freie Hand. Die Einladenden nahm weder Einfluss auf den Inhalt des Artikels noch stellte sie irgendwelche Bedingungen. Das würde dem Verhaltenskodex von aeroTELEGRAPH widersprechen.

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