Wings Air: Die Fotos sollen die getroffene ATR 72 und den Einschuss zeigen.

Wings AirSchüsse treffen ATR 72 - Kugel bleibt über Sitz 19 A stecken

In Westneuguinea sind gleich zwei Flugzeuge unter Beschuss geraten. Bei einer ATR 72 der Fluglinie Wings Air drang ein Projektil in die Passagierkabine ein.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Neuguinea ist nach Grönland die zweitgrößte Insel der Welt. Der Westteil, Westneuguinea, wurde in den 1960er-Jahren von Indonesien besetzt, der Osten der Insel ist Teil des Staates Papua-Neuguinea. In diesem östlichen Inselteil, in der Provinz Enga, wurden aktuell bei Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Stämmen 64 Männer erschossen.

Derweil kam es auch in Westneuguinea zu Schüssen - und das in der Luftfahrt. Wie die Zeitung The Jakarta Post und das Portal Seputar Papua berichten, wurde am Samstag (17. Februar) eine ATR 72 von Wings Abadi Airlines, kurz Wings Air, am Flughafen der Stadt Dekai in der Provinz Papua Pegunungan von einer Kugel getroffen.

Maschine von reinem ATR-Betreiber getroffen

Wings Air ist eine Lion-Air-Tochter, die eine Flotte von mehr als 70 ATR 72 betreibt. Davon sind etwa 45 aktuell aktiv. Getroffen wurde die Maschine mit dem Kennzeichen PK-WJT, die  als Flug IW1646 aus Jayapura kam. Unterschiedliche Angaben gibt es dazu, ob die Maschine mit 36 Fluggästen an Bord noch in der Luft oder schon gelandet war, als die Schüsse fielen.

Laut der Jakarta Post schlug eine Kugel in den Rumpf ein und blieb in der Lüftung über Sitz 19 A stecken. Ernsthaft verletzt wurde gemäß den Berichten niemand. Allerdings soll ein Passagier von abgesplitterten Kabinenteilen im Nacken getroffen worden sein.

Auch Cessna Grand Caravan beschossen

Die Schüsse, von denen einer die ATR traf, sollen von der militanten Separatistengruppe West Papua National Liberation Army abgefeuert worden sein, in Indonesien KKB genannt (Kelompok Kriminal Bersenjata, Bewaffnete Kriminellen-Gruppe). Allerdings sagte ein Vertreter der indonesischen Streitkräfte gegenüber dem Portal Seputar Papua, dass man eher von einem Zufallstreffer ausgehe und nicht von gezieltem Beschuss der Maschine.

Schon am Freitag (16. Februar) soll die Separatisten-Gruppe auf eine Cessna Grand Caravan geschossen haben. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen PK-LTF von Asian One Air befand sich im Endanflug auf den Flugplatz Beoga, als Schüsse zu hören waren. Die Maschine der  Charterfluggesellschaft landete sicher und keiner der neun Menschen an Bord wurde verletzt. Anschließend wurde laut dem Bericht dann aber ein Einschussloch gefunden.

Mehr zum Thema

Libyan Airlines: Ein Airbus A320 soll nach acht Jahren wieder den Betrieb aufnehmen.

Von Kugeln durchsiebter Airbus A320 fliegt nach acht Jahren wieder

Einschussloch? Aegean stoppt Flüge nach Beirut

Einschussloch? Aegean stoppt Flüge nach Beirut

Flughafen Komodo: Nur eingeschränkt nutzbar.

Erdbeben der Stärke 7,7 in Indonesien beschädigt Flughafen Komodo

ticker-indonesien

Indonesische Staatsfonds prüft Gründung eigener Flugzeugleasinggesellschaft

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier