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Gestrichene Strecken

Royal Jordanian in Schwierigkeiten

Jordaniens Nationalairline spürt die Unruhen im Nahen Osten und die steigende Konkurrenz. Darum streicht Royal Jordanian immer mehr Strecken.

Royal Jordanian

Flugzeug von Royal Jordanian: Ungewisse Zukunft.

Nasser Lozi verwedelt nicht, er sagt die bittere Wahrheit frei heraus. «Wir erlitten 2012 und 2013 hohe Verluste», sagt der Chef von Royal Jordanian. Und auch im laufenden Jahr habe man bislang rote Zahlen geschrieben. Darum streicht die Fluggesellschaft nun weitere drei Strecken. Sie fliegt von Amman nicht mehr nach Delhi und Mumbai sowie auch nicht mehr nach Lagos.

Damit will Royal Jordanian die Kosten reduzieren. Die Nationalairline des arabischen Königreiches hatte in den letzten Monaten bereits die Flüge nach Accra, Alexandria, Colombo, Mailand und Sharm-el-Sheik (bedient von der Tochter Royal Wings) aufgegeben. Die steigenden Kosten für Kerosin, die aggressive regionale Konkurrenz und die deutlich gesunkene Nachfrage als Folge der Konflikte in der Region machten den Schritt nötig, so Lozi in einer Medienmitteilung.

Einstellung der Flüge nach Aleppo und Damaskus

Besonders der Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien macht Royal Jordanian offenbar zu schaffen. Die Einstellung der Flüge nach Aleppo und Damaskus sowie die längere Flugroute nach Beirut seien belastend. Die neuesten Kürzungen im Streckennetz seien «Teil eines Restrukturierungsplanes, der den Betrieb und die Finanzen» umfasse, so Lozi.

Royal Jordanian besitzt eine heterogene Flotte von dreißig Flugzeugen. Darunter sind Embraer, Airbus und bald kommen Boeing 787 Dreamliner hinzu. Nach der jüngsten Reduktion fliegt sie noch 51 Ziele an.



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