Southern runway at the new Berlin Brandenburg Airport.

Direkt nach dem StartKotzkurve sorgt am BER weiter für Sorgenfalten

Bei Ostwind können Fluglinien am neuen Berliner Airport eine besondere Startroute wählen. In nur 180 Meter Höhe geht es in eine Kurve. Piloten sind nicht begeistert.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Für die Passagiere dürfte es ein Start in den Urlaub mit Nervenkitzel werden. Am neuen deutschen Hauptstadtflughafen BER, der am 31. Oktober eröffnet wird, gibt es bei Ostwind eine ganz besondere Flugroute. Die sogenannte Hoffmannkurve sieht vor, dass die Piloten nur Sekunden nach dem Abheben von der Südbahn ihren Flieger in eine 145-Grad-Rechtskurve steuern - und das in 180 Meter Höhe, wie die Zeitung Tagesspiegel berichtet.

Die Kurve erspart den Bewohnern des Ortsteils Waltersdorf und der Gemeinden Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen Lärm. Den Passagieren mit Fensterplatz auf der rechten Seite dürfte es dagegen vorkommen, als berühre die Tragfläche gleich die Startbahn. Und so wird sie auch schon Stunt- oder Kotzkurve genannt.

Piloten sehen die Kurve kritisch

Ähnliche Manöver werden allerdings auch an anderen Airports geflogen - etwa dort, wo Piloten zum Beispiel einem Berg ausweichen müssen. Dennoch gab es Klagen gegen die Route, die offiziell LULUL 1B heißt. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat sie jedoch bereits abschlägig beschieden. Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung erklärte gegenüber der Zeitung, sie sei sicher.

Piloten könnten in Absprache mit ihrer Airline zudem eine alternative Route wählen. Die Alternative nennt sich GORIG-Route und beinhaltet nach dem Start auf der Südbahn des BER einen längeren Geradeaus-Steigflug. Wegen der kürzeren Flugzeit und geringerem Treibstoffverbrauch dürfte aber die Hoffmannkurve oft bevorzugt werden. Denn Zeit ist in der Luftfahrt bekanntlich Geld.

Hoffmannkurve kann Piloten verunsichern

Bei der Vereinigung Cockpit sieht man die Hoffmannkurve - benannt nach dem lokalen Privatpiloten Marcel Hoffmann, der sie erfand – dennoch kritisch. «Man kann das natürlich fliegen, aber der Sicherheit dienlich ist es nicht», sagt ein Sprecher der Gewerkschaft gegenüber aeroTELEGRAPH. «Eine solche Kurve zu fliegen, während Klappen und Fahrwerk noch einfahren, trägt nicht zur Ruhe im Cockpit bei.»

Das gelte besonders, wenn noch andere Faktoren wie schlechtes Wetter oder technische Probleme hinzukommen würden, so der Sprecher. Zudem könnte das Manöver auch Passagiere verunsichern.

Mehr zum Thema

Anstehen vor dem Hauptterminal T1: Mit etwa 800 Freiwilligen wurde am künftigen Berliner Hauptflughafen BER mehrere Evakuierungen geprobt.

Wie es ist, mit 800 anderen aus einem Flughafen zu flüchten

Hund und Hundeführer beschnüffeln einen Getränkeautomaten:  Sie machen den BER sauber.

Kommissar Rex sucht Sprengstoff am BER

ticker-deutschland

So entwickelt sich der Luftverkehr in Deutschland in den nächsten sechs Monaten

ticker-deutschland

Deutschland beschließt Gesetzesänderung zur besseren Abwehr von Drohnen an Flughäfen

Video

Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hobab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
TV-Bericht über den Zwischenfall: Drei Verletzte.
Flughafen Araxos
Die Taufe einer Boeing 737 Max von Tuifly wird jäh unterbrochen: Kurz vor Beginn der Zeremonie bricht eine Treppe am griechischen Flughafen Araxos zusammen. Mehrere Menschen stürzen, drei von ihnen müssen ins Krankenhaus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Bildschirmfoto 2026-05-01 um 164538
Am Flughafen São Paulo-Congonhas kamen eine landende Boeing 737 und eine startende Embraer E2 sich extrem nahe, so nahe, dass das Kollisionswarnsystem Alarm schlug. Der Jet von Gol und der Jet von Azul näherten sich entlang der Piste bis auf 22 Meter an.
Laura Frommberg
Laura Frommberg