Die künftige D-AIYC in Düsseldorf: Es stehen Reparaturen an.

Flieger in DüsseldorfKorrosion ist Grund für Condors verspätete Airbus-A330-Premiere

Aus dem Start des Ferienfliegers mit dem ersten geleasten Airbus A330-200 wird in diesem Jahr nichts mehr. Der Grund ist Korrosion, wie sich jetzt zeigt. Condor muss umplanen.

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Am 15. Dezember wollte Condor ihren ersten Airbus A330-200 abheben lassen. Doch die geplante Premiere auf der Route Frankfurt - Teneriffa fiel aus. Stattdessen kam ein A321 zum Einsatz. Grund war «ein Befund», der während einer technischen Überprüfung durch den Leasinggeber zutage kam, wie Condor erklärte.

Es handelt sich bei der betroffenen Maschine um den A330 mit dem Kennzeichen OE-ISR, der bei Condor künftig D-AIYC heißen wird. Er flog von Anfang 2009 bis Ende 2019 für Etihad. Danach stand er bis Februar 2021 in Abu Dhabi und anschließend bis Oktober im spanischen Ciudad Real. Eigentümer des Langstreckenjets ist der irische Leasingriese Avolon.

Korrosion an Triebwerksverkleidung

Doch was genau ist nun das Problem mit dem A330? Was ist der «Befund»? Eine Condor-Sprecherin erklärt: «Es handelt sich um einen Korrosionsbefund.» Dass so etwas bei einem sogenannten C-Check gefunden werde, wie der Flieger ihn durchlief, sei nicht unüblich.

Die Sprecherin wollte sich nicht dazu äußern, wo genau am Flieger das Korrosionsproblem besteht. Auch Avolon äußerte sich nicht. aeroTELEGRAPH erfuhr jedoch aus guten informierten Quellen, dass die Verkleidung der Triebwerke betroffen sein soll.

A330 schon seit Ende Oktober in Düsseldorf

Beim C-Check, bei dem das Problem gefunden wurde, handelt es sich um eine umfangreiche Inspektion eines Flugzeuges. Sie findet normalerweise alle 18 bis 24 Monate statt und dauert etwa drei Wochen. Wann genau die Überprüfung beim künftigen Condor-Flieger begonnen hat und wann die Korrosion entdeckt wurde, ist nicht klar.

Avolon hatte den A330 schon am 30. Oktober von Ciudad Real nach Düsseldorf gebracht, wo der Flieger seitdem steht. Bis zur geplanten Condor-Premiere Mitte Dezember hätte die Leasingfirma also theoretisch sechs Wochen Zeit gehabt, den C-Check durchzuführen und Probleme zu beheben. Ob der Check erst später möglich war, und falls ja warum, ist unklar.

Condor muss Trainingsstart verschieben

Der kommerzielle Erstflug mit Condor-Fluggästen ist laut der Fluggesellschaft nun für Anfang Februar geplant. Angesichts der von der Corona-Pandemie gedrückten Nachfrage dürfte es für Condor in Sachen Kapazität kein großes Problem sein, solange zu warten.

Die Ferienfluggesellschaft muss jedoch ihre Trainingspläne anpassen. Denn ihre Pilotinnen und Piloten sollen sich mit den insgesamt vier A330-200, die Condor leasen wird, auf die A330 Neo vorbereiten, die ab Oktober 2022 folgen. Ob Avolon die deutsche Airline für die Verspätung entschädigen muss, ist unklar. Condor erklärte, man kommentiere keine Gespräche mit Leasingfirmen, auch Avolon wollte sich nicht äußern.

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