Marc Garneau: «Verstört».

Wegen United-VorfallKanada will gegen Überbuchungen vorgehen

Der Skandal um United Airlines zieht Kreise. Die kanadische Regierung will die Rechte der Passagiere stärken und Regeln zur Überbuchung aufstellen.

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Der brutale Umgang mit einem Passagier von United Airlines wühlt Menschen weltweit auf. Auch der kanadische Transportminister Marc Garneau zeigte sich «sehr verstört durch das, was da passiert ist», wie er am Dienstag (11. April) bei einer Pressekonferenz erklärte. Deshalb will er handeln.

Garneau war ganz klar in seiner Botschaft: «Ich will so etwas nie in Kanada sehen», sagte der ehemalige Astronaut, der seit November 2015 in der Regierung von Premier Justin Trudeau sitzt. Bereits vergangenen Herbst hatte er eine Passagier-Charta vorgeschlagen, welche die Rechte der Fluggäste stärken soll. Unter anderem sollen darin Regeln für Entschädigungszahlungen enthalten sein. So etwas gibt es in Kanada bislang nicht.

Ab 2018 in Kraft

Nun will Garneau ihre Ausarbeitung beschleunigen und den Inhalt ergänzen. Der Umgang von Fluggesellschaften mit Überbuchungen wird neu ebenfalls in der Charta geregelt sein, so der Minister. Schon im Frühjahr will er das neue Gesetz vorstellen. 2018 soll es in Kraft treten. «Wer ein gültiges Ticket hat besitzt gewisse Rechte», erklärte Garneau.

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