Boeing 737 der untergegangenen Jet Airways: Neustart mit Airbus-Jets.

LeasingJet Airways will Airbus A320, die nach Russland gehen sollten

Zum Neustart setzt die indische Fluglinie auf Kurz- und Mittelstreckenjets von Airbus. Die ersten 20 will Jet Airways leasen. Sie sollen ursprünglich für russische Airlines bestimmt gewesen sein.

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Zwischen dem Start und dem Ende 2019 gehörten zwar auch Boeing 777, Airbus A340, A330 und ATR 72 zur Flotte von Jet Airways. Das Herzstück des Flugzeugparks waren aber stets die Boeing 737. Von 737-300 bis 737 Max 8 waren alle Varianten bei der einst renommiertesten indischen Fluggesellschaft vertreten, insgesamt fast 150 Exemplare.

Auch als Jet Airways beim Comeback mit neuen Investoren im Mai 2022 erneut ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (im Englischen AOC) erhielt, erledigte sie die Zertifizierung mit einer Boeing 737-800. Zugleich kristallisierte sich heraus, dass die indische Fluggesellschaft für die Zukunft wohl eher auf Airbus setzen wird. Die Zeitung Times of India berichtete von einer bevorstehenden Großbestellung von A320 Neo und A220.

«2024 internationale Strecken fliegen»

Laut Informationen der indischen Zeitung Business Standard will die Airline nun aber erstmal rund 20 Flieger der A320-Familie leasen, teils aus der Ceo-, teils Neo-Generation. Dabei soll es sich um Flugzeuge handeln, die eigentlich für russische Fluglinien vorgesehen waren, aber aufgrund der westlichen Sanktionen als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine neue Betreiber brauchen. Die ersten acht bis zehn sollen bis Dezember 2022 ankommen.

«Aufgrund bestimmter globaler Bedingungen sind einige Flugzeuge bei Leasinggebern verfügbar geworden», sagte Airline-Chef Sanjiv Kapoor laut der Zeitung. «Wir haben noch keine Entscheidung über unseren Flottenplan getroffen, wollen aber den Betrieb schnell hochfahren und 2024 internationale Strecken fliegen, was bedeutet, dass wir bis dahin mindestens 21 Flugzeuge haben werden.»

Airbus-Slots nicht schnell genug frei

Für die Zukunft könnte Jet Airways auch die Order bei Airbus platzieren, über die bereits spekuliert wird. Vorerst muss jedoch die Leasing-Lösung her. Denn Produktionsslots bei Airbus seien erst 2024 wieder verfügbar, so Kapoor. Bis dahin müsse man Flugzeuge mieten.

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