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Fusion mit Chartertocher Sun D'Or

Israir nähert sich El Al an

El Al will die Chartertochter Sun D'Or mit Israir fusionieren. Der Deal dient beiden. Israir ist schwach, wie der Fall einer Beschlagnahmung eines Jets in Lissabon zeigt.

Israir

Israir in Innsbruck: Flüge in die Ferien.

In Bestform befindet sich Israir nicht. Vergangenes Jahr schrieb die Charter- und Billigfluglinie einen Verlust von 18,4 Millionen Schekel oder umgerechnet 4,4 Millionen Euro. Die zunehmende Konkurrenz unter dem Open-Sky-Abkommen mit der EU setzt ihr zu. Und gleichzeitig hat sie offenbar hohe Schulden. Denn am Montag (25. Mai) wurde in Lissabon ein aus Tel Aviv kommender Airbus A320 von Israir von den Behörden beschlagnahmt. Dies berichtet das Fachportal Press Tur.

Offenbar schuldet Israir der portugiesischen Wet-Lease-Spezialistin Euroatlantic mehrere Millionen Euro, wie portugiesische Medien schreiben. Die israelische Airline sei deshalb verklagt worden und habe vergangenen Dezember vor dem Obersten Gericht in Lissabon endgültig verloren, so ein Vertreter von Euroatlantic. Dennoch seine keine Zahlungen erfolgt. Darum habe man die Beschlagnahmung des Jets verlangt.

Das Angebot von Sun D’Or und Israir überschneidet sich kaum

Vielleicht zeigt sich Israir auch wegen der aktuellen Schwäche offen für einen Annäherungsversuch der großen Konkurrentin El Al. Sie gab am Dienstag (26. Mai) bekannt, Gespräche mit Israir über eine Fusion der Chartertochter Sun D’Or zu führen. Das Angebot der beiden Airlines überschneidet sich kaum. Israir bedient neben einigen Europa-Destinationen auch Eilat. El Al fliegt nur ins Ausland und gat auch Langstrecken im Angebot.

Israir würde von der gestärkte Aktionärsbasis und verringerten Konkurrenz profitieren. El Al hätte ein stärkeres Bein im Charter- und Lowcostmarkt. Die El-Al-Tochter Up hat bislang weniger gebracht als erhofft. Sun D’Or würde bei der Fusion verschwinden.



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