Schild von Iran Air: Mehr Konkurrenz.

Zwei neue Fluglinien im Iran

Das vom Westen boykottierte Land gibt sich in der Luftfahrt weiter stark. Eine ganze Reihe neuer Flugzeuge sollen die iranische Flotte verstärken. Und neue Airlines.

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Wirklich gut geht es den Fluggesellschaften in der Islamischen Republik Iran nicht. Ihre veralteten Flotten sind nur schwer flugtüchtig zu halten. Sanktionen des Westens verhindern Ersatzteillieferungen, geschweige denn neue Flugzeuge. Hinzu kommen Geldprobleme. Fast alle Airlines sind massiv verschuldet. Mit rund 200 Millionen Dollar stehen iranische Fluggesellschaften beim Ölministerium des Landes in der Kreide. Doch das scheint den Gründergeist nicht zu bremsen. Gleich zwei neue Fluggesellschaften sollen bis März 2014 gegründet werden, teilte Hamidreza Pahlavani, Chef der zivilen Luftfahrtbehörde der Zeitung Tehran Times mit.

Konkrete Angaben zu den neuen Anbietern – wie etwa Basis, Flotte und Namen – machte Pahlavani indes nicht. Nach Aussagen des Behördenvertreters gibt es derzeit 18 Fluglinien im Iran. Die größten sind die international aktiven Iran Air und Mahan Air.

Neue Flieger aus eigener Produktion

Im vergangenen Jahr habe der Iran 19 Flugzeuge erhalten, heißt es weiter. Allein im März seien zwei Airbus A340, drei Fokker 100 und zwei weitere Flugzeuge zur zivilen iranischen Flotte hinzugekommen, so Pahlavani. Oftmals kommen sie über Umwege aus dem Westen in den Iran. Mahan Air beispielsweise bekam vergangenes Jahr zwei neue Jets. Via Kirgistan und Thailand erwarb die iranische Fluggesellschaft zwei Airbus A340, welche die Lufthansa verkaufte. Die ehemalige D-AIGK und D-AIGA fliegen seither in der Islamischen Republik.

Wenn die Flieger nicht aus den Industriestaaten kommen, will das Land sich einfach eine eigene Flotte zimmern. Noch in diesem Jahr soll der Iran 158 abheben, heißt es. Der zweistrahlige Jet für 99 Passagiere habe Tests erfolgreich durchgeführt, so Pahlavani. Er ist eine Kopie der An 158 aus der Ukraine. Ein ähnliches Projekt gab es bereits mit dem Iran 140, ebenfalls inspiriert vom Antonow-Flieger. Das ultimative Ziel, so das Transportministerium, sei ein im eigenen Land entworfener Jet. Bis zum Jahr 2026 wolle man drei solcher Flieger bauen.

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