Flughafen Teheran: Viele Flieger am Boden.

Iran: Großteil der Flotte am Boden

Das Land kämpft mit Sanktionen aus dem Westen und finanziellen Problemen. Das wirkt sich brutal auf die Fluggesellschaften aus.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Mehr als 22 Jahre alt sind die Flugzeuge in den Flotten aller iranischen Fluggesellschaften im Schnitt. Dies berichtet die Zeitung Azernews. Wegen westlicher Sanktionen ist es nur über Umwege möglich, an neue Jets zu kommen. Und auch dann bleibt das Ersatzteil-Problem. Denn auch diese unterliegen dem Embargo. «Der fehlende Kontakt zu den Herstellern ist unser Hauptproblem», erklärt denn auch Sirous Baheri, Chef der Fluglinie Iran Airtour.

Hinzu kommen massive finanzielle Probleme. Mit rund 200 Millionen Dollar stehen die iranischen Fluggesellschaften offenbar beim Ölministerium des Landes in der Kreide. Preiserhöhungen bei den Tickets waren die Folge. Wirklich geholfen hat das nicht. im Gegenteil. Seither können die iranischen Anbieter preislich nicht mehr mit der ausländischen Konkurrenz mithalten. Die Ticketpreise der Airlines stiegen um 60 bis 70 Prozent, die Passagierzahlen sanken im Gegenzug um 50 Prozent.

Flotten am Boden

Das führte schließlich dazu, dass nun 60 Prozent der gesamten iranischen Flotte am Boden bleiben. Grund sind finanzielle, aber auch technische Schwierigkeiten, so Baheri gegenüber der Nachrichtenagentur ISNA. Für diese desolate Situation seien vor allem die Vereinigten Staaten verantwortlich, findet Vize-Parlamentssprecher Mohammad Hassan Aboutorabi-Fard. «Die USA versuchen seit Jahrzehnten, unsere Luftfahrt zu grounden», sagt er. Für die steigenden operativen Kosten seien auch sie verantwortlich.

Doch das Land will nicht aufgeben. Immer wieder kündigt der Iran an, neue Flieger und neue Airlines ins Land zu holen. Zuletzt startete Meraj Airlines die Flüge. Eine weitere Airline soll laut Informationen der iranischen Regierung noch bis März 2014 folgen.

Mehr zum Thema

ticker-iran

Aserbaidschan schränkt Abfertigung iranischer Fluggesellschaften ein

Flugzeug von Iran Air: Nicht nur sie wollen die USA treffen mit ihren Maßnahmen.

USA wollen alle iranischen Airlines ab Mittwoch weltweit lahmlegen

Airbus A330 von Aeroflot: Bald mit iranischen Teilen?

Von der Airbus-A330-Wartung zur Teilefertigung: So weit gingen Russlands Pläne mit Iran

McDonnel Douglas MD-87 in Minsk: Die Verbindung von Atlas Air hielt nur vier Verbindungen.

Die mysteriöse Linienverbindung zwischen Teheran und Minsk und ihr abruptes Ende

Video

aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack