Flughafen Teheran: Viele Flieger am Boden.

Iran: Großteil der Flotte am Boden

Das Land kämpft mit Sanktionen aus dem Westen und finanziellen Problemen. Das wirkt sich brutal auf die Fluggesellschaften aus.

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Mehr als 22 Jahre alt sind die Flugzeuge in den Flotten aller iranischen Fluggesellschaften im Schnitt. Dies berichtet die Zeitung Azernews. Wegen westlicher Sanktionen ist es nur über Umwege möglich, an neue Jets zu kommen. Und auch dann bleibt das Ersatzteil-Problem. Denn auch diese unterliegen dem Embargo. «Der fehlende Kontakt zu den Herstellern ist unser Hauptproblem», erklärt denn auch Sirous Baheri, Chef der Fluglinie Iran Airtour.

Hinzu kommen massive finanzielle Probleme. Mit rund 200 Millionen Dollar stehen die iranischen Fluggesellschaften offenbar beim Ölministerium des Landes in der Kreide. Preiserhöhungen bei den Tickets waren die Folge. Wirklich geholfen hat das nicht. im Gegenteil. Seither können die iranischen Anbieter preislich nicht mehr mit der ausländischen Konkurrenz mithalten. Die Ticketpreise der Airlines stiegen um 60 bis 70 Prozent, die Passagierzahlen sanken im Gegenzug um 50 Prozent.

Flotten am Boden

Das führte schließlich dazu, dass nun 60 Prozent der gesamten iranischen Flotte am Boden bleiben. Grund sind finanzielle, aber auch technische Schwierigkeiten, so Baheri gegenüber der Nachrichtenagentur ISNA. Für diese desolate Situation seien vor allem die Vereinigten Staaten verantwortlich, findet Vize-Parlamentssprecher Mohammad Hassan Aboutorabi-Fard. «Die USA versuchen seit Jahrzehnten, unsere Luftfahrt zu grounden», sagt er. Für die steigenden operativen Kosten seien auch sie verantwortlich.

Doch das Land will nicht aufgeben. Immer wieder kündigt der Iran an, neue Flieger und neue Airlines ins Land zu holen. Zuletzt startete Meraj Airlines die Flüge. Eine weitere Airline soll laut Informationen der iranischen Regierung noch bis März 2014 folgen.

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