Letzte Aktualisierung: um 8:24 Uhr
Partner von  

Chronische Überlastung

Indonesien baut sechs Flughäfen aus

Die Luftfahrt in Asien boomt. Darauf reagiert nun auch Indonesien und will sechs Flughäfen ausbauen – darunter auch den in Jakarta.

Soekarno–Hatta Airport

Soekarno–Hatta Airport in Jakarta: Terminal 3 wurde erst 2011 eröffnet, konnte aber die Überlastung kaum mildern.

Indonesien ist inzwischen mehr als nur ein Geheimtipp für Touristen. Die Kultur, die Strände, das Essen – all das zieht Reisende an. Die Luftfahrt aber hinkt hinterher. Die Airlines sind bekannt für ihren alles andere als guten Sicherheitsausweis. Und auch die Infrastruktur der Flughäfen lässt zu wünschen übrig. Das soll sich nun ändern.

Die Flughäfen in Pekanbaru, Medan, Pontianak, Ketapang und Palembang sollen bis 2025 so ausgebaut werden, dass sie jeweils mehr als 20 Millionen Passagiere im Jahr abfertigen können. Der Ausbau soll den Flughafen von Jakarta entlasten, erklärte Budi Karya Sumadi, Präsident des staatlichen Flughafenbetreibers Angkasa Pura. Künftig wären dann Direktflüge zwischen den Flughäfen möglich und Jakarta müsse nicht immer als einziger Airport angeflogen werden. Auch internationale Flüge sollen nicht immer über Jakarta gehen.

Jakarta ist chronisch überlastet

Doch auch der größte Flughafen des Landes Soekarno-Hatta, 20 Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt Jakarta, soll erweitert werden. Terminal 1 und 2 sollen so ausgebaut werden, dass sie 18 beziehungsweise 19 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen können. Der Ausbau des dritten Terminals soll bereits im kommenden Jahr beginnen und Platz für 25 Millionen Passagiere jährlich schaffen. Zugleich soll der Flughafen eine neue Anbindung an das Schienennetz erhalten.

Jakarta zählt zu den größten Flughäfen Asiens und liegt weltweit auf Rang 9. Der Flughafen gilt als chronisch überlastet. In Terminal 1 und 3 werden bislang Inlandsflüge abgefertigt, Terminal 2 fertigt fast ausschließlich internationale Flüge ab. Bereits 2010 lag die Auslastung dort bei fast 250 Prozent.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.