Boeing 737 Max von Jet Airways: Die indische Fluglinie hat Dutzende davon bestellt.

Angeschlagene FluglinieIndiens Regierung will Jet Airways nicht helfen

Bange Stunden für die indische Fluglinie. Jet Airways fehlt das Geld, um Gläubiger und Lieferanten zu bezahlen. Auf staatliche Hilfe kann sie nicht zählen.

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Luftfahrt

Die indische Regierung will der angeschlagenen Jet Airways nicht zur Hilfe kommen. «Es ist die Verantwortung jedes privaten Unternehmens, seine Angelegenheiten zu regeln», sagte Luftfahrtminister Suresh Prabhu laut der Zeitung Economic Times. Zwar nannte der Minister keine Namen nicht, jedoch kam seine Äußerung, kurz nachdem Jet Airways um Unterstützung geworben hatte. Airline-Gründer Naresh Goyal habe die Runde bei den wichtigen Regierungsbüros gemacht, um Jet Airways zu retten, schreibt das Blatt.

Jayant Sinha, Staatssekretär für Luftfahrt, sagte laut dem Fachmagazin Flight Global speziell mit Blick auf Jet Airways, die Bemühungen von Indiens größter privater Fluggesellschaft um neues Kapital seien eine «interne Angelegenheit der Airline».

Hunderte Millionen Dollar schnell benötigt

Jet Airways hatte am 2. Januar eingeräumt, Zins- und Tilgungszahlungen an ein Bankenkonsortium unter Führung der State Bank of India nicht pünktlich leisten zu können. Analysten schätzten gegenüber dem Portal Livemint, die Airline brauche sofort mindestens 250 bis 300 Millionen Dollar, um Kreditgeber und Lieferanten zu bezahlen.

Mit dem Leasinggeber Gecas einigte sich Jet Airways schon darauf, acht Boeing 737 zurückzugeben. Das soll helfen, die monatlichen Ausgaben zu reduzieren. Zudem bleiben weitere Flugzeuge aufgrund von mangelnden Ersatzteilen und Triebwerken am Boden.

Schwache Rupie, hohe Kerosinpreise, harte Konkurrenz

Die Hoffnungen der Airline liegen nun auf einem Treffen, das offenbar am Dienstag (8. Januar) stattfinden soll. Dann will sich die Fluglinie laut Medienberichten mit Banken, Leasingfirmen und Lieferanten zusammensetzen, um Lösungen zu finden. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte vergangene Woche berichtet, Jet Airways habe Chancen, von der State Bank of India einen frischen Kredit über 215 Millionen Dollar zu erhalten.

Jet Airways hat rund 1,2 Milliarden Dollar Schulden und schreibt Verluste. Auch für andere Airlines ist die Lage schwierig: Die Konkurrenz in der indischen Luftfahrtbranche ist groß, die Fluglinien stehen in einem ruinösen Preiswettbewerb. Eine schwache Rupie macht Ausgaben in Fremdwährungen für Flieger, Ersatzteile und Leasingraten zudem teurer. Außerdem sind die Kerosinpreise in Indien hoch, auch aufgrund horrender Steuern.

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