Boeing 737 Max von Jet Airways: Die indische Fluglinie hat Dutzende davon bestellt.

Angeschlagene FluglinieIndiens Regierung will Jet Airways nicht helfen

Bange Stunden für die indische Fluglinie. Jet Airways fehlt das Geld, um Gläubiger und Lieferanten zu bezahlen. Auf staatliche Hilfe kann sie nicht zählen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die indische Regierung will der angeschlagenen Jet Airways nicht zur Hilfe kommen. «Es ist die Verantwortung jedes privaten Unternehmens, seine Angelegenheiten zu regeln», sagte Luftfahrtminister Suresh Prabhu laut der Zeitung Economic Times. Zwar nannte der Minister keine Namen nicht, jedoch kam seine Äußerung, kurz nachdem Jet Airways um Unterstützung geworben hatte. Airline-Gründer Naresh Goyal habe die Runde bei den wichtigen Regierungsbüros gemacht, um Jet Airways zu retten, schreibt das Blatt.

Jayant Sinha, Staatssekretär für Luftfahrt, sagte laut dem Fachmagazin Flight Global speziell mit Blick auf Jet Airways, die Bemühungen von Indiens größter privater Fluggesellschaft um neues Kapital seien eine «interne Angelegenheit der Airline».

Hunderte Millionen Dollar schnell benötigt

Jet Airways hatte am 2. Januar eingeräumt, Zins- und Tilgungszahlungen an ein Bankenkonsortium unter Führung der State Bank of India nicht pünktlich leisten zu können. Analysten schätzten gegenüber dem Portal Livemint, die Airline brauche sofort mindestens 250 bis 300 Millionen Dollar, um Kreditgeber und Lieferanten zu bezahlen.

Mit dem Leasinggeber Gecas einigte sich Jet Airways schon darauf, acht Boeing 737 zurückzugeben. Das soll helfen, die monatlichen Ausgaben zu reduzieren. Zudem bleiben weitere Flugzeuge aufgrund von mangelnden Ersatzteilen und Triebwerken am Boden.

Schwache Rupie, hohe Kerosinpreise, harte Konkurrenz

Die Hoffnungen der Airline liegen nun auf einem Treffen, das offenbar am Dienstag (8. Januar) stattfinden soll. Dann will sich die Fluglinie laut Medienberichten mit Banken, Leasingfirmen und Lieferanten zusammensetzen, um Lösungen zu finden. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte vergangene Woche berichtet, Jet Airways habe Chancen, von der State Bank of India einen frischen Kredit über 215 Millionen Dollar zu erhalten.

Jet Airways hat rund 1,2 Milliarden Dollar Schulden und schreibt Verluste. Auch für andere Airlines ist die Lage schwierig: Die Konkurrenz in der indischen Luftfahrtbranche ist groß, die Fluglinien stehen in einem ruinösen Preiswettbewerb. Eine schwache Rupie macht Ausgaben in Fremdwährungen für Flieger, Ersatzteile und Leasingraten zudem teurer. Außerdem sind die Kerosinpreise in Indien hoch, auch aufgrund horrender Steuern.

Mehr zum Thema

Dreamliner von Air India: Die Fluglinie hat auch Dreamliner geparkt.

Air India und Jet Airways verlieren Flugzeuge

Boeing 737 von Jet Airways: Die Fluglinie hatte in den letzten Monaten Mühe, alle Rechnungen zu bezahlen.

Indischer Gigant Tata prüft Kauf von Jet Airways

Air India One Flugverlauf nach Tashkent: Indiens Premierminister musste einen großen Umweg nehmen.

Indiens Premierminister muss 6200 Kilometer langen Umweg nach Usbekistan fliegen

Dassault Rafale C der Indian Air Force: Die Armee will sich modernisieren.

Indiens Milliarden-Poker um eine schlagkräftigere Luftwaffe

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier