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Billiger und angenehmer fliegen

Indien plant Maximalpreise für Tickets

Indien will die Luftfahrt massiv voranbringen. Dazu sollen Passagiere auf kurzen Strecken billigere Tickets erhalten und neue Billig-Flughäfen gebaut werden.

Provinzflughafen in Indien: Kleinere Airports sollen gestärkt werden.

Unzufriedenes Personal, unzufriedene Passagiere, Verluste und Rügen von internationalen Behörden – Indiens Luftfahrt ist nicht im besten Zustand. Das will die Regierung ändern. Ende Oktober stellte sie einen Plan vor, der zum Ziel hat, Indien zu einer der Top-3-Luftfahrtnationen der Welt zu machen. Momentan liegt das Land, was die Passagierzahlen betrifft, auf Platz 10.

Vor allem private Fluggesellschaften in Indien hatten kritisiert, dass die Regierung es ihnen schwer macht, zu wachsen, weil es zu viele Regeln gibt, die sie davon abhalten. Eine davon: Die 5/20-Regel. Die besagt, dass eine Fluglinie erst dann international fliegen darf, wenn sie mindestens fünf Jahre lang besteht und eine Flotte von mindestens 20 Flugzeugen besitzt. Diese Regel soll laut dem neuen Plan verschwinden. Auch ausländische Investitionen sollen vereinfacht werden.

Maximalpreise für Tickets

Für die Passagiere dürfte vor allem interessant sein, dass der Plan vorsieht, Fliegen preiswerter zu machen. Bestimmte kurze Flüge, so heißt es in dem Schreiben, sollen höchstens 2500 Rupien kosten (rund 35 Euro). So sollen die Inder angeregt werden, sich für gewisse Strecken für das Flugzeug zu entscheiden. Damit Airlines auch einen Anreiz haben, die Tickets billig anzubieten, will die Regierung ihnen Subventionen oder steuerliche Vorteile anbieten.

Indien hat zudem das Problem der Geisterairports. Viele Flughäfen werden von keiner einzigen Airline angeflogen – obwohl in den Regionen genug Passagiere vorhanden wären. Diese sollen durch Investitionen wiederbelebt werden. Auch ganz neue Flughäfen sind im Gespräch. Dabei denkt Indien aber nicht daran, Prestigeobjekte zu bauen. Vielmehr geht es auch hier darum, die Luftfahrt in die Regionen zu bringen. Dafür nutzte man den Begriff der «No-Frills-Flughäfen» – angelehnt an das Modell der Billigairlines, die nur das nötigste bieten, um so aber möglichst preiswert zu bleiben.

 

 

 



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