Businessjet am Flughafen: In Indien ist das enorm aufwändig.

Regierung sträubt sichIndische Milliardäre fordern eigenen Flughafen

Lobbyisten wollen dem Problem mit den strikten Regeln für Businessflüge Indien entgegenwirken: Der landesweit erste Flughafen exklusiv für Business-Maschinen muss her.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Indiens Businessjet-Flotte schrumpft trotz Wirtschaftswachstum um bis zu 7 Prozent. Der Grund sind die strikten Regeln, die für Businessflugzeuge an Indiens Flughäfen gelten. Das führt zu langen Wartezeiten für Genehmigungen im Businessflug-Bereich und hohen Steuern. Eine Gruppe von Unternehmen, die auf Business-Fliegerei angewiesen sind, will das ändern und versucht, durch Lobbyarbeit die indische Regierung vom ersten exklusiven Businessflughafen zu überzeugen. Das berichtet die Times of India.

Es dauert drei bis vier Tage um eine Landeerlaubnis in Indien für Businessflugzeuge zu bekommen – Adar Poonawalla, Chef des Serum Institute of India

«Es braucht drei bis vier Tage um eine Landeerlaubnis in Indien für Businessflugzeuge zu kriegen. Normal wären drei bis vier Stunden», sagt Adar Poonawalla, Chef des Serum Institute of India, dem größten Impfstoffproduzenten Asiens. Für eine Änderung würden ebenfalls zwei Tage verstreichen. Am neuen Flughafen soll das anders sein. Er soll 137 Kilometer entfernt von Mumbai entstehen. Ein militärischer Airport soll dabei an die Interessen der Businessleute angepasst werden.

Wachstum von Businessflügen gehemmt

Das Potenzial für die Flüge ist da, doch noch ist einiges zu tun. Der Flugzeugbauer Bombardier prognostiziert, dass in Indien im Jahr 2033 über 1320 Businessflugzeuge fliegen werden – ein Anstieg um 900 Prozent. Im Jahr 2013 waren es gerade mal 125 an der Zahl. Zeitgleich besagt die Prognose von Bombardier aber, dass das Wachstum nichtsdestotrotz wegen hohen Steuern, Gebühren und der indischen Bürokratie gehemmt wird. Nur wenn sich das bessert, ist der Bedarf also so groß. So kann in Mumbai beispielsweise zwischen 8 und 10 Uhr morgens und 17 und 19.30 Uhr kein Businessflugzeug landen oder starten: Arbeitszeiten, in denen Businessleute oft fliegen müssen.

Es bleibt fraglich, ob die Regierung Indiens schnelle Abhilfe in der privaten Luftraumfahrt schaffen will. Vielmehr stehen die Politiker unter Druck, den 750 Millionen Inder zu helfen, die am Tag unter zwei Dollar verdienen. «Indiens politische Entscheidungsträger sehen es als zu gefährlich an, die Business-Flugindustrie zu unterstützen», sagt Amber Dubey von KPMG Indien. Auch wenn sie selbst von den Lösungen profitieren würden, erhalten sie sonst den Ruf, sie würden nur den Superreichen Indiens helfen.

Mehr zum Thema

ticker-gulfstream

Gulfstream G700 in Indien zugelassen

ticker-emirates

Emirates feiert 20 Jahre in Thiruvananthapuram

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

Die Produktion von Embraer in São José dos Campos: Bald auch ein Werk in Indien.

Embraer lässt seine Regionaljets künftig auch in Indien bauen

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack