Eine Animation der MDA 1 aus Niedersachsen: Das Flugzeug soll ab 2029 in die Serienproduktion gehen.

MDA 1In Ostfriesland entsteht der VW Bulli der Luft

MD Aircraft aus Niedersachsen arbeitet an einem rein elektrischen Regionalflugzeug. Der 9-Sitzer soll so flexibel einsetzbar sein wie ein VW Bus. Einen Kunden gibt es auch schon.

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Der erste VW Bus kam 1950 auf den Markt. Das ursprünglich als Transportfahrzeug für Handwerker gedachte Gefährt entwickelte sich schnell zum Kultfahrzeug. Mittlerweile wird es in der siebten Generation hergestellt. Es gibt den VW Bus als Camper, Transporter, Multivan oder Pritschenwagen. Der VW Bulli ist vielseitig einsetzbar und ein Symbol für Freiheit und Mobilität.

In der norddeutschen Provinz  arbeiten knapp 20 Personen am VW Bulli der Lüfte. MD Aircraft heißt das Unternehmen und  MDA 1 ihr Flugzeug. Es soll wie sein Vorbild am Boden universell einsetzbar sein, sei es für Passagiere, Fracht oder als Überwachungsflugzeug, teilt der Hersteller aus Friedeburg in Ostfriesland mit. Die Markteinführung ist für 2029 geplant. Der Clou: Die MDA 1 ist ein rein batterieelektrisch angetriebenes Flugzeug.

Antrieb von Rolls-Royce

Das Flugzeug bietet Platz für bis zu neun Passagiere plus Pilot:in und soll rund 400 Kilometer weit fliegen können. Die MDA 1 wird als Stol-Flugzeug konzipiert. Das ist die Abkürzung für Short Take-Off and Landing und bedeutet, dass solche Flugzeuge auch auf sehr kurzen Pisten eingesetzt werden können. Damit kann der Elektroflieger auch für den Küsten- und Inselflug, also für Regionen mit kurzen, schmalen oder unbefestigten Start- und Landebahnen, genutzt werden.

Vom Design her ähnelt die MDA 1 einem klassischen Regionalflugzeug. Der Schulterdecker ist ein Leichtbau und basiert auf kohlenstofffaserverstärktem oder glasfaserverstärktem Kunststoff. Angetrieben werden soll das Flugzeug von MD Aircraft von zwei Rolls-Royce-Motoren. Beide Unternehmen vertiefen ihre Zusammenarbeit an der Entwicklung des Antriebssystems für die MDA1.

MD Aircraft befindet sich in der Gründung

«Basis ist dabei das speziell für Zubringerflugzeuge entwickelte Rolls-Royce-Design einer elektrischen Antriebseinheit in der Leistungsklasse um 320 kW», teilt ein Sprecher des Herstellers aeroTELEGRAPH mit. MD Aircraft will sich zunächst auf den elektrischen Antrieb konzentrieren. In einem späteren Schritt soll es auch Versionen geben, die mit Wasserstoff oder E-Fuels betrieben werden können.

2022 wurde mit der Entwicklung des Flugzeugs begonnen, das im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. «Offizieller Projektbeginn war im August 2023», so der Sprecher. Die Herstellerfirma MD Aircraft werde eigens für den Vertrieb und die Vermarktung der MDA1 gegründet, so der Sprecher weiter. 2026 soll der erste Prototyp starten. Mit der Zulassung rechnen die Norddeutschen 2027. Zwei Jahre später soll dann die Serienproduktion starten.

Erstkunde steht fest

Einen ersten Kunden hat das Unternehmen in der vergangenen Woche genannt. Die deutsche Regionalairline Evia Aero hat zehn Flugzeuge bestellt. Sie baut derzeit eine Fluggesellschaft auf, die ausschließlich CO₂-frei fliegen will und mit Flughäfen zusammenarbeitet, um die notwendige Infrastruktur am Boden bereitzustellen.

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