Stark belastbar: Humanoide Roboter angelehnt an diesen HRP-4 von Kawada Industries sollen Airbus-Mitarbeiter unterstützen.

AutomatisierungHumanoider Roboter soll Airbus-Flugzeuge bauen

Airbus-Mitarbeiter müssen sich warm anziehen: Ein freundlicher Roboter an ihrer Seite soll ihnen bald schon die schwersten Arbeiten abnehmen.

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Noch arbeiten 52.000 Menschen an 16 verschiedenen Standorten in Europa an der Fertigung von Airbus-Flugzeugen – in Deutschland allein 21.300 Arbeitskräfte. Bald aber sollen humanoide Roboter ihnen die schwierigsten Aufgaben abnehmen. Das Unternehmen startete ein Roboter-Program gemeinsam mit dem japanischen Nationalen Institut für Advanced Science und Technology (AIST) und dem französischen Zentrum für Wissenschaftliche Forschung (CNRS).

Mit prall gefüllten Orderbüchern möchte Airbus die Produktivität in seinen Werken weiter steigern: «Die Einführung von humanoiden Robotern in aeronautischen Fertigungslinien soll menschliche Arbeitskräfte bei den anstrengendsten Aufgaben entlasten, so dass hochausgebildete Fachkräfte mehr Zeit für hochwertige Arbeiten haben», sagt Sébastien Remy, der die Innovation bei Airbus Group leitet.

Problem Auge-Hand-Koordination

Die Roboter sollen gezielt eine menschenähnliche Form haben, um ihre Feinmotorik und Versatilität zu verbessern: «So kann man sie in einer Vielzahl von Umgebungen und Aufgaben einsetzen, ohne die Arbeitsprozesse, die zunächst für Menschen entworfen wurden, zu verändern.»

Die Entwicklung wird in den 2004 eingerichteten gemeinsamen Forschungsstätten von AIST und CNRS im japanischen Tsukuba starten. Noch sind aber Hürden zu überwinden: Die Roboter brauchen neuartige Algorithmen, um eine menschenartige Auge-Hand-Koordination hinzubekommen. Den Robotern sollen echte Aufgaben aus den Airbus-Werken gestellt werden, die von Jahr zu Jahr komplexer werden.

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