Der Flughafen von Eirunepè: Teure Flüge.

Ärger über hohe Preise in Brasilien

Abseits der großen Städte zahlen Passagiere für Inlandsflüge oft mehr, als wenn sie nach Europa reisen würden. Das will der Staat nun ändern.

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span>2261 Real oder umgerechnet 836 Euro zahlt, wer am Montag, 14. Januar, von der Amazonasmetropole Manaus nach Eirunepé fliegen will und fünf Tage später wieder zurück. Die Flüge in die Kleinstadt im Dschungel Brasiliens sind damit mehr als doppelt teuer, wie eine Flugreise von Manaus ins ferne Miami. Und sie sind auch rund 50 Prozent teurer als ein Flug nach London oder Frankfurt, wie das Magazin A Critica berichtet. Das ist nicht nur für die Bewohner der Amazonasregion ein Problem, sondern auch für die lokale Wirtschaft. «Das ist eine der großen Schwierigkeiten, um den Tourismus in die Regionen im Innern zu bringen», sagte Reiseunternehmemer Oreni Braga dem Magazin.

Die Fluglinie Trip will indes nicht an den hohen Tarifen schuld sein. Sie bedient die Strecke von Manaus nach Eirunepé als einzige Anbieterin. Die hohen Preise seien das Resultat staatlicher Vorschriften und Unterlassungen, so eine Sprecherin gegenüber A Critica. Nach Eirunepé oder andere abgelegenere Flughäfen dürfe man nur mit kleinem Fluggerät fliegen, weil die Infrastruktur der Flughäfen zu schlecht sei. So fehlten teilweise gar Feuerwehrautos. Das drücke die Stückkosten nach oben.

Abgabe auf Langstrecken

Die Regierung will nun an diesen Zuständen etwas ändern. Am 20. Dezember beschloss sie, künftig regionale Strecken zu subventionieren. Vor allem schwer erreichbare Destinationen sollen dabei zum Zuge kommen, aber auch Flüge zwischen Kleinstädten und den Kapitalen der Bundesstaaten. So sollen lokale Ortschaften und deren Wirtschaft gefördert werden. In den Siebzigerjahren bestand bereits einmal ein solches Hilfsprogramm. Damals wurde auf nationalen Langstrecken eine Gebühr erhoben, welche dann in den Regionalverkehr floss.

Bereits vor einiger Zeit beschloss das Kabinett um Präsidentin Dilma Rousseff weitere Investitionen in den Regionalverkehr. So sollen die 200 kleineren Flughäfen in den nächsten Jahren für rund 5 Milliarden Real (1,8 Milliarden Euro/2,1 Milliarden Franken) ausgebaut werden. Auch das hilft die Preise für Flugreisen einmal zu senken.

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