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Niederländische RechercheHat der Airport Amsterdam Schiphol ein Sicherheitsproblem?

Eine Recherche zeigt, dass ehemalige Mitarbeitende vom Flughafen Amsterdam Schiphol noch Zugangskarten für den Sicherheitsbereich haben - und diese noch funktionieren.

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Schon als im vergangenen Jahr Klimaaktivisten den Privatjetbereich des Flughafens Amsterdam Schiphol stürmten, gab es Kritik. «Für mich ist es unverständlich, wie man so eine große Gruppe von Protestanten in einen Hochsicherheitsbereich eindringen konnte», sagte Globe-Air-Chef Bernhard Fragner im Gespräch mit aeroTELEGRAPH.

Jetzt gerät die Sicherheit am KLM-Drehkreuz erneut in die Kritik. Grund ist eine Recherche der TV-Sendung Vrije Vogels und des Magazins Panorama. Sie erhielten zuerst einen Hinweis von einem ehemaligen Mitarbeiter vom Flughafen Schiphol. Dieser verfügte immer noch über seine Zugangskarte für das Flughafengelände hatte sowie seine Dienstkleidung - obwohl er schon lange nicht mehr am Airport arbeitete.

Mit versteckter Kamera bis zu den Flugzeugen

Weitere Ex-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter meldeten sich mit weiteren Zugangskarten, weiterer Kleidung sowie mit Funkgeräten, in denen noch Kontakte für die Kommunikation am Flughafen eingespeichert waren. Für die Recherche begab sich einer der ehemaligen Mitarbeitenden mit versteckter Kamera in den Sicherheitsbereich - was problemlos gelang. Die Zugangskarte war mit Ende der Beschäftigung nicht deaktiviert worden.

Der Mann ging ohne Schwierigkeiten bis zu den Flugzeugen auf dem Vorfeld. Die Befürchtungen ist, dass Kriminelle oder sogar Terroristen in ähnlicher Weise in den Sicherheitsbereich des Flughafens vordringen könnten. Laut Vrije Vogels wurden in der Vergangenheit bereits Fälle von Drogenschmuggel in Schiphol aufgedeckt, in denen Zugangskarten missbraucht wurden - teilweise nach Bedrohung der Besitzer.

Thema könnte vors Parlament kommen

Dass es auch mit den Zugangskarten von ehemaligen Mitarbeitenden noch möglich ist, in sensible Bereiche des Airports zu gelangen, macht dieses Problem potenziell nochmal deutlich größer. Der Flughafen beantwortete weder die Fragen der niederländischen Medien noch reagierte er auf Anfrage von aeroTELEGRAPH. Die Politikerin Anne Kuik von der Partei Christen-Democratisch Appèl kündigte an, das Thema ins Parlament einzubringen.

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