Globe-Air-Chef Bernhard Fragner: «Dafür fehlt mir jegliches Verständnis.»

Nach KlimaprotestGlobe-Air-Chef kritisiert Flughafen Amsterdam

Beim Klimaprotest am Flughafen Amsterdam wurde ein Flugzeug der österreichischen Globe Air beschädigt. Firmenchef Bernhard Fragner äußert sich nun dazu - und kritisiert den Airport.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Der Protest dauerte mehrere Stunden. Am vergangenen Wochenende stürmten Klimaaktivisten den Businessjet-Bereich des Flughafen Amsterdam. Unter den betroffenen Unternehmen war auch die österreichische Charterflug-Gesellschaft Globe Air, deren Mustang C510 Jet durch einige Demonstrantinnen und Demonstranten blockiert wurde.

Im Gespräch mit aeroTELEGRAPH erklärt nun Globe-Air-Chef Bernhard Fragner nun, dass das Flugzeug bei der Aktion beschädigt wurde. «Einer der Aktivisten hat absichtlich oder unabsichtlich, das kann ich im Nachhinein nicht feststellen, eines unserer Cessna-Mustang-510-Flugzeuge beschädigt», so Fragner.

38.000 Euro und rechtliche Schritte

Durch die Aktion und den Schaden am Flugzeug sei auch zusätzlicher Arbeitsaufwand entstanden. «Wir mussten sieben bis acht Techniker von unserem technischen Team mit der Bearbeitung des Falles beschäftigen, denn die österreichische Aufsichtsbehörde Austro Control hat sofort eine Vorfallsmeldung eingefordert.» Vor Ort habe man eine technische Partnerfirma beauftragen müssen, den Schaden zu begutachten.

«Außerdem konnte unsere Crew vor Ort nicht eingesetzt werden, da sie praktisch keinen Zugang zum Flugzeug hatte, weshalb wir Flüge absagen mussten und ein anderes Flugzeug zu einem längerem Positionierungsflug schicken mussten», so Fragner. «Nachdem wir auch rechtlich gegen die Aktion vorgehen wollen haben wir die Kosten vorerst einmal addiert und sind auf eine Höhe von ungefähr 38.000 Euro gekommen.»

Kritik am Flughafen Amsterdam-Schiphol

Der Globe-Air-Chef kritisiert den Flughafen Amsterdam. «Für mich ist es unverständlich, wie so eine große Gruppe von Protestanten in einen Hochsicherheitsbereich eindringen konnte.» Hunderte Aktivisten seien ungehindert, sogar mit Fahrrädern und Essensversorgung, dort eingedrungen. «Dafür fehlt mir jegliches Verständnis.»

Grundsätzlich sei er dafür, dass jeder seine Bedenken, Sorgen und Meinungen kundtun dürfe, denn das sei der große Wert einer Demokratie, sagt Fragner. Das gelte natürlich auch für das Thema Klimawandel. Der Firmenchef sieht aber auch klare Grenzen. So habe er eine Aussage von Schiphol-Chef Ruud Sondag gelesen, in dem dieser nicht nur Verständnis für die Proteste ausdrücke, sondern sogar «die Leute mit ihren Protesten willkommen heißt», so der Globe-Air-Chef. «Ich halte dies strafrechtlich für höchst interessant.»

Mehr zum Thema

Protest am Flughafen Amsterdam: Auch Globe Air war betroffen.

Klimaaktivisten stürmen Privatjetbereich von Amsterdam Schiphol

Globe Air will zwölf elektrische Senkrechtstarter von Lilium

Globe Air will zwölf elektrische Senkrechtstarter von Lilium

Globe Air errichtet Wartungshangar am Flughafen Linz

Globe Air errichtet Wartungshangar am Flughafen Linz

ticker-amsterdam-schiphol-ams

Flughafen Amsterdam muss Polderbaan-Betrieb wegen Solarpark länger einschränken

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies