Airbus A220 von Delta: Die Airline fand bisher nur an einer von zwei Stellen Probleme.

An zwei StellenGewisse Airbus A220 zeigen erneut Korrosion

Der Flugzeugbauer und Airlines müssen sich erneut mit Korrosionsproblemen am Airbus A220 beschäftigen. Diese betreffen zwei sehr unterschiedliche Stellen.

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Airbus untersucht Korrosionsprobleme an einigen A220. Die Probleme seien bei einer «begrenzten Anzahl» von Flugzeugen festgestellt worden, so der Konzern gegenüber dem TV-Sender CBS. Er und mehrere amerikanische Betreiber erklärten, es handele sich dabei nicht um ein unmittelbares Sicherheitsproblem.

«Regelmäßige Wartungskontrollen sind geplant, um sicherzustellen, dass das Problem frühzeitig erkannt und die richtigen Korrekturmaßnahmen rechtzeitig ergriffen werden», so eine Airbus-Sprecherin. «Die Flugtauglichkeit der A220-Flotte ist weiterhin gewährleistet.»

So äußern sich FAA und Delta

Mit dem Problem bei den Airbus A220 vertraute Quellen erklärten gegenüber dem Sender, dass die Korrosion an einigen Passagiersitzbeschlägen und bestimmten Tragflächenkomponenten festgestellt wurde, darunter am Wing-to-Body Fairing. Dabei handelt es sich um eine Verkleidung an dem Teil des unteren Rumpfes, an dem die Flügel ansetzen. Sie senkt den Luftwiderstand.

«Die FAA ist sich des Problems bewusst und stellt sicher, dass die Fluggesellschaften sich darum kümmern», sagte ein Sprecher der amerikanischen Luftfahrtbehörde. Delta Air Lines erklärte, dass das Problem bei einigen Passagiersitzbeschlägen beobachtet wurde und eine zusätzliche Überprüfung und Schmierung erforderlich sei. Das Problem habe keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb. «Unsere technischen Experten sind sich weitgehend einig, dass diese Probleme insbesondere bei einem neu entworfenen Flugzeug nicht überraschend sind und keinen Anlass zu großer Sorge geben», so die A220-Betreiberin.

Breeze und Jetblue nehmen Stellung

Delta teilte weiter mit, dass ihr zwar bekannt sei, dass bei einigen Airbus A220 Korrosion in der Flügel-Rumpf-Verkleidung auftreten könnte. Das eigene Wartungspersonal habe dies allerdings bislang nicht festgestellt.

«Wir sind uns bewusst, dass einige Bereiche des A220 von Korrosion betroffen sind und ergreifen proaktiv Maßnahmen, um dieses Problem zu entschärfen», sagte ein Sprecher der Airline Breeze. Die Sicherheit habe oberste Priorität und Breeze stelle mit regelmäßiger Inspektionen die Flugtauglichkeit ihrer Jets sicher. Ein Jetblue-Sprecher sagte: «Jetblue arbeitet eng mit Airbus zusammen, um Korrosion an bestimmten Stellen einiger A220 proaktiv zu bekämpfen.» Es gebe keinen Einfluss auf die Zuverlässigkeit der Flotte.

Schon anderes Korrosionsproblem bekannt

2021 hatte die kanadische Behörde Air Transport Canada eine Lufttüchtigkeitsanweisung zum Airbus A220 und Korrosion sowie Verschließ herausgegeben. Damals ging es aber um die Vorflügelschienen (Slat Tracks). Im Juli 2024 aktualisierte die Behörde die Anweisung.

«Eine Untersuchung ergab, dass die wahrscheinliche Ursache eine unzureichende Schmierung der Vorflügelschienen während der Produktion war. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Intervalle im planmäßigen Wartungsprogramm für die wiederholte Schmierung der Vorflügelschienen möglicherweise nicht geeignet sind, um Korrosion und Verschleiß der Vorflügelschienen zu verhindern», so Air Transport Canada.

Keine genauen Angaben zu betroffenen Jets

Werde nichts getan, könnte dies zum Verlust von Vorflügelplatten (Slat Panels) oder zum Verlust der Führung der Vorflügelschienen führen, warnte die Behörde. «Dies kann zu katastrophalen strukturellen Schäden an Tragflächen oder anderen Flugzeugteilen führen.»

Zu den aktuellen Problemen findet sich bisher Lufttüchtigkeitsanweisung. Daher gibt es auch keine Angaben dazu, welche Flugzeuge und Fluggesellschaften genau betroffen sind.

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