Spirit SE-1 in der Luft: Die ersten Exemplare werden im Herbst ausgeliefert.

Neues Vintage-FlugzeugJunkers bekommt mit der Spirit SE-1 Konkurrenz aus den USA

Ein ehemaliger Cessna-Ingenieur arbeitet an einer Neuauflage eines Flugzeugs der 1930er-Jahre. Die SE-1 soll im Herbst auf den Markt kommen. Sie macht Junkers Konkurrenz.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Flugzeuge zu bauen, die wie historische Originale aus den 1930er-Jahren aussehen, aber die Sicherheit und Alltagstauglichkeit moderner Maschinen bieten – das ist das Konzept der Junkers Flugzeugwerke. Gegründet von Dieter Morszeck, dem ehemaligen Chef von Rimowa, bringt das Unternehmen legendäre Oldtimer wie die Junkers A50 von 1929 zurück auf den Markt.

Doch nun bekommt Junkers Konkurrenz aus den USA. Der ehemalige Cessna-Ingenieur Steve Wood hat mit Spirit Engineering ein Unternehmen gegründet, das nicht die schnellsten oder leistungsstärksten, sondern die ästhetisch ansprechendsten Leichtflugzeuge der Gegenwart bauen will. Sein Design orientiert sich wie bei Morszeck an den klassischen Eindeckern der 1930er- und 40er-Jahre.

SE-1 bekommt digitales Cockpit

Nach zehn Jahren geheimer Entwicklung ist die Spirit SE-1 dabei herausgekommen, ein Ultraleichtflugzeug im Vintage-Look. Technisch setzt Wood auf einen vollständig aus Aluminium gefertigten Rumpf, um den Charme vergangener Zeiten zu bewahren. Mit einem Leergewicht von nur 191 Kilogramm ist die SE-1 leicht. Allerdings dürfen auch nur maximal 145 Kilogramm zugeladen werden.

Das Cockpit der SE-1.

Der knapp 5,50 Meter lange Tiefdecker von Spirit Engineering mit einer Spannweite von rund 7,20 Metern setzt im Cockpit, anders als Junkers, auf moderne Digitalinstrumente. Die Amerikaner verbinden dabei puristisches Design mit funktionaler Ausstattung: Holzverkleidungen, leichtes Sitzmaterial und verstellbare Beinfreiheit sorgen für Komfort, ein kompakter Stauraum bietet Platz für Gepäck.

Spirit Engineering hat Motor selbst entworfen

Das Herzstück der SE-1 ist der hauseigene Motor von Spirit Engineering: Der luftgekühlte V2-Motor leistet 42 PS bei einem Gewicht von 45 Kilogramm. Er läuft wahlweise mit normalem Benzin oder Avgas 100LL und ermöglicht eine Reichweite von bis zu 640 Kilometern. Bei 75 Prozent Leistung erreicht das Flugzeug eine Reisegeschwindigkeit von rund 160 km/h, die maximale Geschwindigkeit gibt der Hersteller mit 180 km/h an.

Die Spirit SE-1 ist als Light Sport Aircraft nach FAA-Standards zertifiziert und erfüllt alle Anforderungen dieser Kategorie, inklusive struktureller Belastungstests und Sicherheitsvorgaben. Damit darf sie in den USA mit einem Sport Pilot Certificate geflogen werden. Eine Anfrage, ob Spirit Engineering eine Zulassung für europäische Länder plant, blieb das Unternehmen bis zum Erscheinen des Artikels schuldig.

SE-1 überzeugt mit günstigem Einstiegspreis

Die ersten Exemplare der SE-1 sollen im Herbst an die ersten Kundinnen und Kunden ausgeliefert werden. Mit einem Einstiegspreis ab 69.000 Dollar ist die SE-1 deutlich preisgünstiger als die Junkers A50. Diese startet bei 229.000 Dollar.

Das Werk der von Spirit Engineering in in Grand Junction, Colorado.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Unterwegs in einer Junkers

Zurück in die Zukunft: Ein Flug mit der Junkers A50 ist eine Zeitreise

Das Cockpit der Junkers A50 Heritage: Keine Bildschirme.

Junkers A50 Heritage erstmals in der Luft

So wird das neue Gebäude am Flughafen Frankfurt aussehen, das neben Museum auch Büro-, Konferenz- und Besucherzentrum sein wird.

Lufthansa baut Super Star und Ju-52 ein Museum - und spart dabei

Tsehay: Der knallrote Zweisitzer ist zurück in der Heimat.

Italien gibt Äthiopiens erstes Flugzeug nach fast 90 Jahren zurück

Video

sicherheitsroboter flughafen hamburg
Sie rollen selbstständig und suchen nach Schäden und Manipulationen am Flughafenzaun: Der Airport Hamburg testet selbstfahrende Roboter für die Sicherheit am Flughafen.
Timo Nowack
Timo Nowack
kuwait airport
Nach einem iranischen Drohnenangriff musste Kuwait den kommerziellen Flugverkehr am Mittwoch vorübergehend einstellen. Der internationale Flughafen des Landes wurde schwer beschädigt, mindestens ein Menschen wurde getötet, viele weitere verletzt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
airbus a350 1000 ulr
Qantas will mit diesem Flugzeug von Sydney nach London fliegen. Jetzt ist erstmals ein Airbus A350-1000 ULR abgehoben. Der Ultra-Langstreckenjet absolvierte etliche Tests.
Timo Nowack
Timo Nowack