Volocopter im Flug (Computeranimation): Nach zweieinhalb Monaten hat das Unternehmen einen neuen Eigentümer.

Diamond Aircraft wird EigentümerDeutscher Evtol-Entwickler Volocopter wird österreichisch

Der insolvente deutsche Evtol-Hersteller ist gerettet. Er hat mit Diamond Aircraft einen neuen Eigentümer. Die Österreicher erweitern mit Volocopter ihr Angebot.

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Im August schien die Welt für Volocopter noch in Ordnung zu sein. Zwar fehlte weiterhin die Musterzulassung der europäischen Luftfahrtbehörde Easa. Doch der deutsche Entwickler eines neuen Evtols konnte in Paris einen bemannten Testflug von rund acht Minuten Dauer absolvieren.

Dafür hatte das Unternehmen aus Bruchsal eine imposante Umgebung ausgewählt. Sein elektrischer Senkrechtstarter startete und landete auf dem Gelände von Schloss Versailles. «Als die Morgendämmerung über Versailles hereinbrach, flog das Flugzeug vor der ikonischen Kulisse des Grand Trianon und der umliegenden Gärten», erklärte Volocopter damals.

Kaufpreis von zehn Millionen Euro für Volocopter?

Doch das Jahresende brachte eine drastische Wende: Am 26. Dezember musste Volocopter Insolvenz anmelden – die finanziellen Mittel waren erschöpft. Doch anders als bei Konkurrentin Lilium kann das Unternehmen gerettet werden. Am Freitag (14. März) hat Insolvenzverwalter Tobias Wahl einen Käufer präsentiert.

Der neue Eigentümer ist Diamond Aircraft. Die Österreicher bauen bisher moderne Leichtflugzeuge für Schulung, Privat- und Geschäftsfliegerei. Sie gehören zum chinesischen Konzern Wanfeng. In einer Börsenmitteilung meldeten sie laut dem Rundfunkanbieter SWR einen Kaufpreis von zehn Millionen Euro für Volocopter.

Diamond Aircraft erweitert Angebot

Mit der Integration von Volocopter will Diamond Aircraft das eigene Angebot erweitern. Das österreichische Unternehmen setzt dabei auf Kosteneffizienz und das Know-how hochqualifizierter Mitarbeitenden, um die angestrebte Musterzulassung zu erreichen, die den kommerziellen Betrieb ermöglicht. Die Zulassung wird für 2025 erwartet.

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