Frachtgeschäft von Qantas: Besonders stark betroffen.

UntersuchungsberichtGangmitglieder haben Qantas infiltriert

Drogenschmuggel, sexuelle Ausbeutung von Kindern, Terror: Eine Untersuchung von Strafermittlern deckte auf, dass rund 150 Angestellte von Qantas Beziehungen zur Organisierten Kriminalität haben.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Die Operation bekam den Decknamen Brunello. Mit edlem italienischen Wein hat sie aber nichts gemein. Die australische Strafverfolgungsbehörde Australian Criminal Intelligence Commission hat unter der internen Bezeichnung über viele Monate das Personal von Qantas genauer unter die Lupe genommen. Sie ermittelte vor Ort, hörte Telefone ab, analysierte Daten und ließ sich von Informanten informieren.

Das Resultat der Ermittlungen wurde vergangenen Sommer in einem Bericht zusammengefasst, aber erst jetzt durch die Zeitung Sydney Morning Herald öffentlich gemacht. Bis zu 150 Angestellte und Auftragnehmer von Qantas hätten Verbindungen zur Organisierten Kriminalität, heißt es darin. Sie stellten eine Schwachstelle in Bezug auf «Sicherheit von Lieferketten und kritischer Infrastruktur» dar und seien in der Lage, der «erheblichen Schaden» zu verursachen.

Verbindungen zu sexueller Ausbeutung von Kindern

Die Vorwürfe sind happig. Ein Mitarbeiter von Qantas ist gemäß dem Bericht der Strafverfolgungsbehörde Mitglied der Comanchero-Motorradgang, die mit dem internationalen Drogenkartellchef Hakan Ayik in Verbindung steht. Er arbeitet demnach in einer mittleren Führungsposition für die Fluggesellschaft am Flughafen Sydney. Vieles deute darauf hin, dass er Kriminelle rekrutiert hat, um im Drogenschmuggel mitzumischen.

Auch weiteres Personal mischt offenbar in großem Ausmaß beim Drogenschmuggel mit. Dabei soll es um Ware im Wert von Milliarden von Dollar gehen. Fünf Mitarbeiter wurden entdeckt, die dem islamistischen Terrornetzwerk Daesh nahe stehen. Und sieben Qantas-Angestellte haben Verbindungen zu sexueller Ausbeutung von Kindern. Besonders betroffen vom Kriminalitätsproblem sind die Abteilungen Fracht und Bodenabfertigung.

Qantas zeigt sich überrascht

Der Brunello-Bericht hat nicht nur Gesetzes- und Kontrolllücken aufgedeckt, die es der Organisierten Kriminalität, ermöglichen, sich bei Qantas auszubreiten. Auch bei der Fluggesellschaft gebe es Mängel, heißt es gemäß Sydney Morning Herald. Durch strengere Prozesse bei der Einstellung könne man verhindern, dass sich Verbrechergruppen ausbreiten. Dazu gehören Drogentests, angepasste Einstellungspraktiken und die Überprüfung von Vorstrafen.

Qantas erklärt, man sei von keiner Strafverfolgungsbehörden über die Existenz des Berichts informiert worden. Auch seien keine Bedenken bezüglich der Überprüfungs- oder Hintergrundprüfungsprozesse geäußert worden. «Wenn Bedenken in Bezug auf einen unserer Mitarbeiter geäußert werden, werden wir deren Untersuchung aktiv unterstützen und entsprechende Maßnahmen ergreifen», so Sicherheitschef Luke Bramah.

Mehr zum Thema

Qantas A380 im Endanflug auf Heathrow. Die Airline setzt weiterhin auf den Superjumbo

Qantas bringt alle zwölf Airbus A380 zurück

Spritze: Der Impfstoff muss nicht nur entwickelt, sondern auch verteilt werden.

Flughäfen im Visier von Impfstoff-Banden

Flug zum Supermond: Qantas bietet einen Sonderflug mit ihrer Boeing 787 an.

Qantas bietet Supermond-Rundflug an

Boeing 787 von Qantas: Auf einer Ultra-Langstrecke gab es Probleme.

Zu viel Gegenwind - Boeing 787 von Qantas aus Europa muss an Provinzflughafen landen

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies