Passagier am Flughafen: Reisende zahlen drauf, wenn es bequemer wird.

ZusatzeinnahmenWofür Passagiere zu zahlen bereit sind

Fluggäste in aller Welt sind bereit, mehr Geld für Extras beim Fliegen auszugeben. Eine Studie zum Thema zeigt auch regionale Vorlieben. Und die sind teils überraschend.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wie viel Geld sind Fluggäste bereit für Zusatzleistungen zu zahlen, etwa bei den Sitzen, dem Gepäck oder dem Essen? Dieser Frage ist der Technologie-Dienstleister Sabre Corporation nachgegangen und hat online 1500 Menschen aus 20 Ländern befragt, die in den vergangenen zwei Jahren geflogen sind.

Das Ergebnis: 80 Prozent der Befragten hätten auf ihrer letzten Reise für Zusatzleistungen gezahlt. In Durchschnitt waren sie bereit, 62 Dollar hinzublättern, schreibt Sabre zu der Untersuchung. «Danach gefragt, ob sie mehr zahlen würden, um ihren Trip persönlicher zu gestalten, war die Antwort Ja - bis zu 99 Dollar, wenn es das Reiseerlebnis verbessert», schreibt das Unternehmen. Ob es auch Befragte gab, die überhaupt nicht bereit wären, mehr zu zahlen – und wenn ja, wie viele –, bleibt an dieser Stelle allerdings unerwähnt.

Europa - die kleine Variante

In jedem Fall schlüsselt Sabre seine Ergebnisse auch nach Regionen auf. Demnach geben Reisende aus Afrika zurzeit am meisten für Zusatzleistungen aus, nämlich 95 Dollar, und wären sogar bereit, bis zu 144 Dollar zu zahlen. Im asiatisch-pazifischen Raum stehen 63 aktuelle Dollar auf der einen Seite und 76 mögliche Dollar auf der anderen. Im Nahen Osten sind es 58 und 91 Dollar, in Europa 55 und 82 Dollar, in Lateinamerika 55 und 114 Dollar und in Nordamerika 44 und 88 Dollar.

Erwähnt sei dabei die Definition der Regionen: Europa besteht aus Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Großbritannien; Lateinamerika aus Brasilien, Mexiko und Argentinien; Afrika aus Ägypten, Südafrika und Nigeria; der Nahe Osten aus der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel; der asiatisch-pazifische Raum aus China, Indien, Indonesien und Südkorea. Nordamerika ist mit den Vereinigten Staaten und Kanada auch nicht vollständig – Mexiko fehlt.

Lateinamerikaner wollen Wifi

Diese Mängel im Hinterkopf zeigt die Sabre-Studie: Nordamerikaner und Europäer würden ihr Geld am ehesten für komfortablere Sitze und mehr Beinfreiheit ausgeben. Lateinamerikanern ist Wifi an Bord wichtiger, im asiatisch-pazifischen Raum fällt die Wahl auf Extra-Gepäck. In Afrika und dem Mittleren Osten lockern Essen und Getränke sowie schnellere Sicherheitschecks die Geldbörsen. Ingesamt, also über die Regionen hinweg, lagen Klassen-Upgrades, Essen und Getränke sowie komfortablere Sitze mit mehr Beinfreiheit mit je 11 Prozent an der Spitze dessen, wofür die Passagiere zahlen würden.

Sabres zuständiger Manager für Europa, den Nahen Osten und Afrika, Dino Gelmetti, spricht denn auch von «bedeutenden Einnahmemöglichkeiten für Fluggesellschaften», von ungenutzten Daten und der Chance, den Fluggästen mithilfe der neuesten Technologie zur richtigen Zeit die richtigen Produkte anbieten zu können. So könnten die Airlines die Loyalität der Kunden steigern und «dringend benötigte Einnahmen generieren». Ein Schelm, wer denkt, der Mann, dessen Firma «Lösungen in den Bereichen Software, Datenanalyse, Mobile und Vertrieb» anbietet, wolle mit der Studie etwas verkaufen. Spannend ist sie dennoch allemal.

Mehr zum Thema

Design: Zu welchen Airlines gehören diese Seitenleitwerke?

Können Sie auch diese Airlines an ihren Heckflossen identifizieren?

Jahr 1981: So stellte Pan Am damals ihr Streckennetz dar.

Warum sind Flugpläne in Sommer und Winter aufgeteilt?

Lackierungen: Dieses Mal geht es um ehemalige Airlines.

Erkennen Sie ehemalige Airlines an ihren Lackierungen?

Lackierungen: Kennen Sie diese Designs von Fluggesellschaften rund um den Globus?

Können Sie diese Airlines anhand der Lackierungen erkennen?

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack