Blick aufs Vorfeld des Flughafens Lima: Das neue Terminal ist so gut wie fertig.

Flughafen LimaFraport streitet mit Ministerium über Terminal-Eröffnung

Der deutsche Konzern betreibt über eine Tochter den Flughafen Lima in Peru. Der erhält ein neues Terminal. Die Eröffnung wurde nun aber erneut abgesagt. Das sorgt für Ärger.

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Die Fraport AG betreibt nicht nur den Flughafen Frankfurt, sie ist an 29 Flughäfen auf vier Kontinenten aktiv. So hält sie auch 80,01 Prozent an der Firma LAP Lima Airport Partners, kurz LAP, die den Flughafen Jorge Chávez von Perus Hauptstadt Lima betreibt. Dabei stellt Fraport im Rahmen einer Vereinbarung auch Schlüsselfunktionen des Managements.

Derzeit erhält der Flughafen Lima ein neues Terminal. Und bei der Verkündung der Jahreszahlen erklärte Fraport am Dienstag (18. März), man biege beim Ausbau auf die Zielgerade ein: «In Lima steht die Eröffnung eines neuen Terminals kurz bevor. Damit wird die Kapazität des Fraport-Airports in der peruanischen Hauptstadt in den kommenden Monaten sukzessive auf 40 Millionen Passagiere nahezu verdoppelt», so Fraport.

Minister verweist auf ausstehende Tests

Was sich nach einer reibungslosen Erfolgsstory anhört, klingt in Peru weniger harmonisch. So gab der Minister für Verkehr und Kommunikation, Raúl Pérez Reyes, dieser Tage bekannt, dass die Eröffnung nicht wie geplant am 30. März stattfinden wird. Laut dem Nachrichtenportal Infobea ist es schon die dritte Verschiebung, nachdem bereits die Eröffnungstermine 18. Dezember 2024 und 29. Januar 2025 abgesagt worden waren.

Der Minister sagte laut der Nachrichtenagentur Andinas, die Entscheidung sei auf den Empfehlungen der Aufsichtsbehörden Ositran und Osinergmin sowie der Luftfahrtbehörde DGAC gefallen. Die hätten darauf hingewiesen, dass ein sicherer Betrieb gewährleistet werden müsse. Einen neuen Termin nannte Reyes nicht. Er sagte lediglich, das Terminal werde 15 Tage nach Ausräumung aller Vorbehalte und Einwände eröffnet. Als einen kritischen Punkt nannte er ausstehende Tests eines Systems zur Kraftstoffleck-Erkennung.

Fraport-Tochter fühlt sich übergangen

LAP zeigte sich in einer Stellungnahme irritiert. Die Fraport-Tochter erklärte, man sei vom Ministerium nicht einbezogen worden bei dieser Ankündigung, was ein Verstoß «gegen den Grundsatz von Treu und Glauben» zwischen LAP und dem peruanischen Staat sei.

«Bei der letzten außerplanmäßigen Inspektion am 14. März 2025 bestätigte die Aufsichtsbehörde einen Fortschrittsgrad von 99,5 Prozent», so LAP zur Frage nach Lizenzen, Genehmigungen und Tests. Man habe die Planung für umfassende Tests Anfang Februar den Behörden mitgeteilt und keine Einwände erhalten. Die Planung «wurde vollständig umgesetzt, auch wenn die Beteiligung der Beteiligten nicht optimal war».

«Ein hochmodernes Leckerkennungssystem»

Was das Leck-Erkennungssystem angehe, so verfüge die Anlage bereits «über ein hochmodernes System, das den geltenden Vorschriften entspricht», so LAP. Die Angaben des Ministeriums seien in dieser Hinsicht unzutreffend. Zudem seien zehn von elf Prüfungen des Feuerlöschsystems bereits erfolgreich abgeschlossen, eine laufe noch.

LAP forderte das Ministerium als Konzessionsgeber dringend auf, den Vertrag einzuhalten und dabei den Grundsatz von Treu und Glauben und den Grundsatz der Zusammenarbeit zu beachten. Das Ministerium erklärte als Reaktion, dass es trotz der Kooperation mit LAP «die für die öffentliche Sicherheit verantwortliche Leitungsbehörde» sei.

Minister über fehlende 0,5 Prozent

Der Minister bestätigte den Fortschritt von 99,5 Prozent, sagte aber laut Andina, dass es sich bei den restlichen 0,5 Prozent um kritische Hilfselemente für einen sicheren Betrieb handele. «Eines davon ist das Brandmelde- und Alarmsystem», so Reyes. «Dann gibt es noch das Türzugangskontrollsystem, die Lautsprecheranlage und das öffentliche Sprachalarmsystem, das Fluginformationsanzeigesystem, Beleuchtungssysteme und einige architektonische Aspekte», sagte der Minister gemäß der Nachrichtenagentur.

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