Businessjet: Verboten oder höher besteuert?

Besteuerung oder VerbotFrankreich diskutiert über Verbot von Privatjets

Ein französischer Grünen-Politiker will Flüge mit Privatjets verbieten. Der Verkehrsminister möchte weniger weit gehen, fordert aber EU-weite Regeln.

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Elon Musk ist es schon passiert. Zahlreichen russischen Oligarchen auch. Und jetzt sind auch französische Milliardäre dran: Twitter-Accounts verfolgen ihre Privatjets. Das Konto I Fly Bernard etwa zeigt, wo sich der private Flieger von LVMH-Chef Bernard Arnault, des reichsten Mannes Frankreichs, gerade aufhält.

In Frankreich interessieren sich dafür nicht nur Luftfahrtfans. Die Twitteraccounts erhielten auch viel Aufmerksamkeit von Klimaschützern, die die Reiseaktivitäten der Superreichen scharf kritisierten. In einem Monat habe die Bombardier Global 6000 von Arnault so viel CO2 ausgestoßen wie ein durchschnittlicher Franzose in 17 Jahren, sagt etwa der Nationalsekretär der Grünen, Julien Bayou.

«Flüge mit Privatjets verbieten»

In einem Interview mit der Zeitung Libération erklärte er weiter: «Es ist an der Zeit, alle Flüge mit Privatjets zu verbieten.» Noch im Herbst wolle er einen Gesetzesvorschlag einreichen.

Ganz so drastisch will man in der Regierung nicht vorgehen. Doch für die Thematik ist Verkehrsminister Clément Beaune nicht unempfänglich. Er sprach sich gegenüber der Zeitung Le Parisien für neue Regeln für Flüge in Privatjets aus.

Minister möchte kein Verbot - aber Regulierung

Es gebe natürlich Notfälle und wirtschaftliche Zwänge, die solche Flüge nötig machten. Aber das Fliegen mit dem Privatjet könne keine «Art der Fortbewegung aus Bequemlichkeit sein», so der Minister mit Blick auf die Anstrengungen der Regierung, den Klimaschutz zu fördern. Privatjetflüge seien zum «Symbol einer Anstrengung mit zwei Geschwindigkeiten» geworden.

Ein Verbot strebe er aber nicht an, da die Geschäftsfliegerei für Frankreichs Wirtschaft wichtig bleibe. Eher gehe es um EU-einheitliche Regeln. Unter anderem denkt er an eine höhere Besteuerung.

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