Flugbegleiterinnen von Flybe: In Hannover wird weiter abgebaut.

Neue StrategieFlybe reduziert Flotte um ein Viertel

Die britische Regionalairline konzentriert sich wieder auf das Vereinigte Königreich. Dazu verkleinert Flybe die Flotte und streicht auch eine weitere Deutschland-Strecke.

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Eigentlich war es anders gedacht. Flybe hatte ganz große Pläne in Europa. «Die Expansion in Deutschland hat oberste Priorität. Aber es ist sicher erst der Anfang», erklärte Ex-Chef Saad Hammad vor einem Jahr im Interview mit aeroTELEGRAPH. Die britische Regionalairline startete den Ausbau in Hannover, später kam in Düsseldorf sogar eine Basis dazu.

Doch Hammads Nachfolgerin Christine Ourmieres-Widener bremst die Europa-Expansion. Nachdem die Route Hannover - Lyon bereits im Januar eingestellt worden war, wird Ende Oktober auch Hannover - Mailand aus dem Flugplan genommen. Der Grund: Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr erlitt Flybe einen Verlust von umgerechnet 22,5 Millionen Euro. Schuld daran sind IT-Investitionen, das schwierige wirtschaftliche Umfeld und das schwache Pfund.

Wieder auf Kurs

Bislang noch nicht betroffen vom Rückbau ist die neue Basis Düsseldorf. Denn in Zukunft will sich Flybe vor allem auf Inlandsverbindungen sowie auf Strecken konzentrieren, die im Vereinigten Königreich beginnen oder enden. Von der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens aus bedient die Regionalairline ausschließlich Ziele auf der Insel.

Ob das immer so bleiben wird, ist offen. Denn Flybe reduziert zugleich die Flotte massiv. Sie wird von heute 85 Flugzeugen in den kommenden zwei Jahren auf 65 verkleinert. Das bedeutet einen Abbau um rund ein Viertel. Mit diesen Maßnahmen sieht sich die Fluglinie wieder auf Kurs. Die Trends für 2017/18 sähen gut aus, so Ourmieres-Widener.

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