Superjet 100: Bald im Dienst für Royal Air Maroc.

Superjet: Gerüchte über Insolvenz

Der russische Hersteller Sukhoi weist Spekulationen über eine Pleite seines Superjet-Programms zurück. Im Gegenteil: Es laufe besser als geplant.

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Das Vertrauen in Russlands Hoffnungsflieger ist auf dem Tiefpunkt angelangt. Nach dem Absturz eines Sukhoi Superjet 100 auf einem Demonstrationsflug im Mai 2012 in Indonesien füllte sich das Bestellungsbuch nur langsam – auch wenn die Ermittler Pilotenfehler als Absturzgrund angaben. Erstkunden des Flugzeugs, unter anderem die russische Staatsairline Aeroflot oder die ehemalige armenische Nationalairline Armavia, zeigten sich zudem mit dem Superjet unzufrieden. Für einen neuen Jet mache er überdurchschnittlich viele Probleme, die Wartungskosten seien hoch, der Betrieb nicht verlässlich genug, so die Vorwürfe. In der vergangenen Woche schien das Ende dann nah. Sukhoi stehe kurz davor, das Superjet-Programm in die Insolvenz zu schicken, berichteten russische Medien. Der unrentable Flieger mache zu viele Verluste. Das Unternehmen sitze auf vielen unbezahlten Rechnungen. Zwei Milliarden Dollar würden die Schulden betragen, so die Wirtschaftszeitung Kommersant. Wenn die nicht bis Ende Jahr bezahlt würden, sei es aus mit dem Superjet.

Doch nun verneinte Sukhoi die Gerüchte. Dass das Superjet-Programm zu rund 60 Prozent fremdfinanziert sei, habe man nie geheim gehalten, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Ein Bankrott stehe aber nicht zur Debatte. «Die finanzielle Situation des Unternehmens erlaubt es uns, alle unsere Rechnungen zu bezahlen.»

Bald schwarze Zahlen

Es laufe sogar so gut, dass man versuche, die Produktionsrate für den SSJ 100 hochzuschrauben. Im Jahr 2011 wurden fünf und 2012 zwölf Superjets gebaut. 2013 sollen es 26 sein, von denen bereits zehn fertig gestellt sind. 2014 dann will Sukhoi sogar 43 Superjets bauen. Schon dieses Jahr werden man auf betrieblicher Ebene schwarze Zahlen schreiben, so Sukhoi. Ab 2015 dann werde der Cashflow positiv sein. Und 2018 rechne man mit einem Umsatz von zwei Milliarden Dollar.

Doch alles scheint dann doch nicht so rosig zu sein. Man prüfe verschiedene Maßnahmen. So will Sukhoi etwa die Schulden des Superjet-Programms neu strukturieren. Zudem wird eine Kapitalerhöhung ins Auge gefasst, um die Liquidität zu verbessern, wie das Unternehmen schreibt.

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