Der Superjet 100 im Test mit Winglets: Künftig auch auf Irans Flughäfen zu sehen?

Russischer FliegerSuperjet bekommt neue Chance im Iran

Der Iran erachtete Sukhois Superjet im vergangenen Jahr nicht als geeignet. Nun werden die Russen erneut bei iranischen Airlines vorstellig - unter bessern Vorzeichen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Anfang 2017 war dem Iran die Lust auf den Sukhois Superjet vergangen. Ein Vertreter der Vereinigung iranischer Fluggesellschaften erklärte, dass das russische Flugzeug für iranische Anbieter nicht mehr in Frage komme. Als Grund nannte Maghsoud Asadi-Samani Probleme mit dem Leitwerk des Superjets. Zudem sei der Jet im Iran nicht bekannt genug.

Doch nun bekommt der russische Flieger eine neue Chance im Land. Am Montag (12. Februar) landete ein Sukhoi Superjet 100 mit einem Ingenieursteam an Bord am Flughafen Mehrabad in der Hauptstadt Teheran. Der Besuch soll Teil eines neuen Anlaufs von Sukhoi sein, Kunden im Iran zu finden. Und auch der Vertreter der Airline-Vereinigung meldete sich nach der Sohkoi-Präsentation an diesem Tag wieder zu Wort - dieses Mal aber deutlich positiver.

Keine US-Genehmigung nötig?

Der Nachrichtenagentur Tasnim sagte Maghsoud Asadi-Samani, mit den neuesten Anpassungen habe Sukhoi den Anteil der in den USA gefertigten Komponenten am Superjet auf unter 10 Prozent gedrückt. Damit wäre zum Kauf keine Genehmigung des US-Amtes für Kontrolle von Auslandsvermögen nötig, die die Sanktionen der Vereinigten Staaten bei einem höheren Anteil vorsehen. Maghsoud Asadi-Samani nannte den Superjet 100 unter diesen Umständen eine geeignete Option für den Iran, da viele Regionalflughäfen des Landes ungenutzt seien aufgrund fehlender Flugzeuge mit weniger als 100 Sitzen.

Iranische Fluggesellschaften haben bei anderen Herstellern schon im großen Stil geordert. Alleine die staatliche Iran Air bestellte 80 Flugzeuge bei Boeing, 100 bei Airbus und 20 bei ATR. Allerdings laufen die Auslieferungen nur schleppend. Bis Ende 2017 kamen elf ATR im Iran an, drei Airbus und keine Boeing.

Finanzierung schwierig

Airbus' scheidender Verkaufschef John Leahy sagte der Nachrichtenagentur Reuters Mitte Januar, man werde den ursprünglichen Zeitplan womöglich nicht einhalten. «Wir müssen die Finanzierung arrangieren», so der Manager. Es sei wichtig zu verstehen, dass Zahlungen vor den Auslieferungen nötig seien. Offenbar ist es ein Problem, dass viele Banken keine Geschäfte mit dem Iran machen, um es sich nicht mit den USA zu verscherzen.

Mehr zum Thema

Superjet 100: Die neue Version B100 hat stärkere Triebwerke.

Sukhoi schrumpft den Superjet

Werbung von Iran Air: Die Fluglinie skizziert nun auch ihre Zukunftspläne bezüglich Flotte.

Boeing will ab 2018 in den Iran liefern

Flieger von Iran Airtour: Die Fluglinie expandiert.

Airbus punktet erneut im Iran

ticker-iraq irak

Irak erlaubt wieder Iran-Flüge - zu einem Flughafen

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin