Airbus A330 Neo in den Farben von SAS: Ermöglichen neue Ziele.

Ausbau auch mit A330-300SAS baut Langstreckenflotte massiv aus - mit bis zu 30 Airbus A330 Neo

Die skandinavische Fluggesellschaft setzt auf Wachstum auf der Langstrecke. Mit einer Bestellung von bis zu 30 Airbus A330 Neo und dem Leasing von zehn A330 vergrößert sie ihre Flotte markant. SAS will so neue Ziele erschließen und eine Schwäche ausgleichen.

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Es sei die größte Investition in der Firmengeschichte, sagt Anko van der Werff. «Und das ist ein klares Signal unserer Zuversicht in die Zukunft», so der Chef von SAS am Dienstag (30. Juni) bei einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Die Fluggesellschaft bestellt bis zu 40 Flugzeuge bei Airbus. Nach Listenpreisen hat die Order einen Wert von mehr als zehn Milliarden Dollar - Rabatte sind bei solchen Großaufträgen jedoch normal.

Konkret bestellt SAS 18 A330 Neo in der Version A330-900 bei Airbus. Zudem sichert sich die skandinavische Fluggesellschaft Optionen für zehn weitere Exemplare. Das ist jedoch nicht alles. Sie least zusätzlich zwei weitere Exemplare Avalon. Nach Auslieferung aller Jets kommt SAS also dereinst auf bis zu 30 A330 Neo.

Zehn Airbus A330 im Leasing fürs schnelle Wachstum

Die ersten neuen A330-900 wird SAS ab 2030 erhalten, die letzten bis 2035. Die Exemplare aus den Optionen würden danach bis 2040 geliefert. Das ist der Fluglinie jedoch zu spät, um ihre ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen. Deshalb least sie zehn gebrauchte A330-300. Sie werden gebraucht, bis die neuen Flieger ankommen.

Airbus A330 von SAS mit 80-Jahre-Sonderlackierung: Die Fluglinie holt sich auch da Nachschub.

Für SAS ist der Auftrag ein massiver Ausbau. Aktuell betreibt die Airline 14 Langstreckenflugzeuge, acht A330 und sechs A350. Mit den bis zu 40 neuen Jets will sie denn auch das Angebot an Fernzielen markant vergrößern. In den Achtzigerjahren hätten viele europäische Fluggesellschaften begonnen, ihr Langstreckengeschäft über den Ausbau ihrer Drehkreuze zu vergrößern. «Das ist bei uns weniger passiert», so Finanzchef Jonathan Wallden im Gespräch mit aeroTELEGRAPH.

SAS schaut sich für Airbus A330 Neo Ziele in Südamerika und Asien an

Dadurch sei das Verhältnis zwischen Kurz- und Langstrecke bei SAS heute mit elf Prozent kleiner als bei anderen europäischen Fluglinien. Dort stehe es bei rund 16 Prozent. Das ändere man nun. «Wir werden am Ende auf rund 17 Prozent kommen», so Wallden. Das sei also kein überzogenes Wachstum, sondern ein Aufholen.

SAS plant mit den neuen Jets, neue Ziele zu erschließen. Man werde so Skandinavien vermehrt an die Welt und die Welt vermehrt an Skandinavien anschließen, so der Finanzchef. Auch neue Kontinente sind ein Thema. «Südamerika ist ein Thema, ebenso Afrika», sagt Wallden. Noch sei aber nichts entschieden. Das große Wachstum werde aber Richtung Nordamerika und Asien stattfinden.

Airbus kommt beim A330 Neo über die 500-Order-Marke

Auch für Airbus ist es ein besonderer Moment. Mit der neuen Bestellung überschritt der Flugzeugbauer die Marke von 500 Orders für den Airbus A330 Neo.

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