Amelia Earhart und ihr Flugzeug: Wird das Wrack nun gefunden?

Absturz vor 88 JahrenNeue Expedition soll vermeintliches Wrack von Amelia Earhart bergen

Vor fast genau 88 Jahren verschwand die Luftfahrtpionierin und Frauenrechtlerin Amelia Earhart im Pazifik. Eine neue Suchaktion soll das Flugzeugwrack bergen. Es ist nicht der erste Versuch.

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Mitten im Pazifik, etwa 1600 Kilometer von Fidschi entfernt, also auf halbem Weg zwischen Australien und Hawaii, liegt das mittleweile unbewohnte Nikumaroro Atoll. Politisch gehört die unbewohnte Inselgruppe Inselstaat Kiribati. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Flugpionierin Amelia Earhart 1937 beim Versuch die Erde zu umrunden auf oder bei dem Eiland abstürzte.

Die US-Amerikanerin, die sich für Frauenrechte engagierte, wurde bereits in den 1920er und 1930er Jahren von den US-Medien für ihre fliegerischen Leistungen gefeiert, darunter die Alleinflüge über den Atlantik und dem ersten Flug von Hawaii nach Kalifornien.

Weltumrundung zum 40. Geburtstag

Pünktlich zu ihrem 40. Geburtstag am 24. Juli 1937 wollte Earhart zusammen mit ihrem Navigator Fred Noonan die Erde entlang des Äquators umrunden. Fast hätten die beiden in ihrer Lockheed Electra, das auch geschafft. Am 2. Juli starteten sie in Neuguinea zur vorletzten Etappe mit Ziel Howlandinsel, 650 Kilometer nördlich des Nikumaroro-Atolls.

Dort kamen sie nie an. Schnell entstanden viele Legenden um ihr Verschwinden, darunter Spekulationen über ein Überleben auf einer Insel oder eine Gefangennahme durch Japaner. In den vergangenen 88 Jahren haben mehrere Forschungsteams Expeditionen unternommen, um die Gebeine von Erhart und Noonan sowie das Flugzeug zu finden.

Neue Expedition geplant

2018 hat der Anthropologe Richard Jantz von der University of Tennessee Knochen, die 1940 auf Nikumaroro gefunden wurden, untersucht und ist zum Schluss gekommen, dass sie zu 99,9 Prozent zu Amelia Earhart passen. Zudem wurden auf der Insel auch Gegenstände wie ein Damenschuh sowie ein Tiegel für Sommersprossencreme aus den 1930er Jahren gefunden. Doch das Wrack der Lockheed bleibt weiter verschollen.

Diese Route sollte Amelia Earhart 1937 um die Welt führen. Sie überlebte ihr Projekt nicht und stürzte vermutlich über dem Pazifik ab. Die Umstände ihres Todes wurden nie ganz geklärt.

Doch auch dieses Geheimnis könnte noch in diesem Jahr gelüftet werden. Die Purdue University aus dem US-Bundesstaat Indiana plant zusammen mit dem Archaeological Legacy Institute (ALI) noch für dieses Jahr eine Expedition zur unbewohnten Insel, um das Flugzeug zu finden. Der Name der Expedition: Taraia Object Expedition.

Satelitenbild soll Wrack zeigen

Die Purdue Universität ist eng mit Earhart verbunden. In den 1930er Jahren bis zu ihrem Verschwinden war Earhart als Berufsberaterin für Frauen und als Beraterin für die Abteilung für Luftfahrttechnik tätig.

Dieses Bild soll das Wrack von Amelia Earharts Flugzeug zeigen: Im November startet eine weitere Expedition.

Die Expedition soll am 5. November von Majuro auf den Marshallinseln starten: Geplant ist, dass das Team in sechs Tagen mit dem Boot nach Nikumaroro reist und fünf Tage auf der Insel Zeit hat, das Wrack zu finden. Grundlage der neuen Expedition sind Satellitenbilder, die das Wrack zeigen sollen. «Was wir hier haben, ist vielleicht die größte Chance aller Zeiten, den Fall endlich abzuschließen», sagte Richard Pettigrew, der Direktor des ALI.

Bergung 2026?

Angesichts der großen Menge an stichhaltigen Beweisen sehen wir keine andere Wahl, als voranzuschreiten und hoffentlich mit Beweisen zurückzukehren», so Pettigrew. Sollte die erste Expedition die Identität des Flugzeugs bestätigen, planen Universität und ALI, 2026 für größere Ausgrabungen zurückzukehren, um die Überreste von Earharts Flugzeug freizulegen und bei der Bergung zu helfen.

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Flugpionierin Amelia Earhart kurz vor der Expedition, von der sie nie zurückkehren sollte.
Quelle: youtube.com/<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EWt4wAuktvI" target="_blank">mashable</a>

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Die 31-jährige Amelia Earhart brach am 26. Juni 2014 zusammen mit ihrem Copiloten Sean Jordan auf, es ihrer Namensvetterin gleichzutun: Die Weltumrundung in einem Flugzeug.

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