Jets für die Nach-Tsunami-Ära

Die Tsunamikatastrophe hat in Japan viele Flugzeuge zerstört. Jetzt will man anfangen, die Verluste zu ersetzen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Auf die Hersteller aus der Luftfahrtbranche kommt ein Nachfrageschub aus Japan zu. Der Grund: Bei der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe am 11. März wurden dutzende Flugzeuge und Helikopter zerstört. Fluggesellschaften, Militär und Küstenwache wollen jetzt anfangen, die zerstörten Maschinen zu ersetzen. Von Managern aus der Branche heißt es, dass daher schon Gespräche mit den Herstellern begonnen hätten.

Die meisten Flugzeuge, die durch das Salzwasser der Flutwelle zerstört wurden, standen zum Zeitpunkt der Flutwelle am Flughafen in Sendai und am Militärstützpunkt in Matsushima. Aber auch Helikopter der Küstenwache, die sich in Sendai bei einer Reparaturfirma befanden, waren betroffen. Der grösste Teil der zerstörten Maschinen gehört dem japanischen Militär und der Küstenwache des Landes.

Dutzende Maschinen beschädigt und zerstört

An der Militärbasis waren 18 JASDF Mitsubishi F-2B-Maschinen stationiert, als die Flutwelle das Land überrollte. Das Salzwasser überschwemmte alle von ihnen, das japanische Verteidigungsministerium schätzt, dass nur sechs bis neun der Flugzeuge repariert werden können.

Außerdem befanden sich dort fünf UH-60J Helikopter, fünf Kawasaki T-4 und zwei Hawker 800XPs. Beim Reparatur- und Wartungsunternehmen Jamco in Sendai waren am 11. März zwölf Beechcraft-Machinen der Küstenwache, wie das Unternehmen mitteilt. Ob es tatsächlich möglich ist, die beschädigten Maschinen überhaupt zu zerstören, ist aber laut Branchenexperten fraglich. Das Salzwasser habe Triebwerke, Technik und Material massiv beschädigt.

Finanzielle Herausforderung

Die Reparatur und Ersetzung der Flieger ist eine Herausforderung für Japans Regierung. Das Verteidigungsministerium braucht für die Kosten ihre Zustimmung. Das Land befindet sich finanzpolitisch ohnehin in keiner guten Lage, die Kosten der Katastrophe treiben die Schulden weiter in die Höhe. Aber den Kauf von einigen Maschinen hat das Parlament schon durchgewunken. Auch die Küstenwache dürfte die Zustimmung erhalten und ihre Maschinen ersetzt bekommen, denn: Das Gesetz sieht vor, dass sie eine bestimmte Anzahl an Flugzeugen in jeder Region des Landes stationiert hat.

Aus dem Verteidigungsministerium heißt es außerdem, dass die Katastrophe gezeigt habe, wie unsicher gegenüber Tsunamis die Militärbasis in Matsushima ist. Man will sie aber dennoch behalten. Das Ministerium untersucht jetzt, ob es möglich ist, Hangars zu bauen, die man so dich schließen kann, dass selbst bei starken Tsunamis kein Wasser eindringt.

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies