Flugzeug vor venezolanischer Flagge: Das Land leidet unter Sanktionen - wie auch der Iran.

Ein sanktionierter Staat hilft dem anderenIran wartet Flugzeuge aus Venezuela

Die geopolitischen Spannungen des Jahres 2025 haben auch Folgen für die zivile Luftfahrt. Venezuela, das durch verschärfte US-Sanktionen zunehmend isoliert ist, schickt inzwischen Verkehrsflugzeuge zur Wartung in den Iran.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

2025 ist in der Weltpolitik alles andere als ein entspanntes Jahr. Auf der ganzen Welt schwelen oder eskalieren Konflikte. Aktuell auch in Venezuela, wo die US-Regierung unter Donald Trump den politischen und wirtschaftlichen Druck erneut erhöht und zugleich ihre militärische Präsenz in der Region verstärkt hat.

Auch Sanktionen seitens der USA wurden verstärkt, schön länger ist Venezuela weltpolitisch eher isoliert. Daher sucht sich Caracas anderswo Hilfe. Etwa im Iran. Das Land entwickelt sich für sanktionierte Staaten nämlich zunehmend zum Wartungsstandort für zivile Flugzeuge. Nach Angaben der iranischen Zivilluftfahrtbehörde werden auch Maschinen aus Venezuela inzwischen in dem Land instand gesetzt.

«Die Wartung venezolanischer Flugzeuge erfolgt ebenfalls im Iran»

Der neue Chef der iranischen Zivilluftfahrtbehörde, Abouzar Shiroodi, bestätigte bei seinem ersten Auftritt vor Journalisten, dass Iran Wartungs- und Reparaturleistungen für ausländische Flugzeuge anbietet. Dabei nannte er Venezuela ausdrücklich. «Die Wartung venezolanischer Flugzeuge erfolgt ebenfalls im Iran», sagte Shiroodi wörtlich. Die Arbeiten würden von heimischen Unternehmen übernommen, auf die sich der Iran seit Jahren stütze, um die Auswirkungen der US-Sanktionen auf den eigenen Luftverkehr abzufedern. Für Venezuela ist die Zusammenarbeit besonders relevant. Das Land hat kaum Zugang zu zertifizierten Wartungsbetrieben für westliche Flugzeugmuster.

Shiroodi bezifferte die aktuell aktive zivile Flotte Irans auf 150 Flugzeuge. In den vergangenen Monaten seien mehrere zuvor stillgelegte Maschinen wieder in den Betrieb zurückgekehrt, was die verfügbare Sitzplatzkapazität um rund 200 Plätze erhöht habe. Auch die staatliche Iran Air meldete zuletzt Reparaturen an einem Airbus A310, einer Fokker F100 sowie einem Boeing-747-Frachter, die zuvor wegen Sanktionen am Boden standen.

Auch Russland verlässt sich bei Wartung auf den Iran

Auch Russland greift auf das Land als Wartungsstandort zurück. Schon seit einigen Jahren übernimmt der Iran Wartung, Reparatur sowie die Lieferung von Flugzeugteilen, darunter auch Triebwerkskomponenten, für Russland.

Flugzeuge fliegen nicht von allein – eine Redaktion ebenso wenig. Hinter aeroTELEGRAPH steckt ein eingespieltes Team, das 365 Tage im Jahr am Start ist, um Ihnen die spannendsten Geschichten aus der Luftfahrt zu bringen. Für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unsere Unabhängigkeit. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Il-76 von Aviacon Ziatrans: In den Iran geflogen.

Ilyushin Il-76 pendeln auffällig oft zwischen Russland und Teheran

ticker-iran

Iran öffnet Luftraum nach stundenlanger Sperre wieder

Airbus A340 von Lufthansa: Es dauert noch etwas länger, bis es wieder in den Iran geht.

Unruhen im Iran: Lufthansa-Konzern stoppt Flüge nach Teheran vorerst

ticker-lufthansa

Lufthansa hält am Plan fest, ab 16. Januar wieder in den Iran zu fliegen

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack