Superjet 100: Künftig wird das Flugzeug auch in Indien gebaut.

Erstes Triebwerk ist zertifiziertIndien träumt wieder vom Passagierjet «Made in India»

Indiens Luftfahrt boomt. Neben dem Ausbau der Flughafeninfrastruktur kündigt das Land erneut das Ziel an, ein eigenes indisches Passagierflugzeug zu entwickeln.

Top-Jobs

Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Indien gehört zu den am schnellsten wachsenden großen Volkswirtschaften der Welt. Laut dem Global Economic Prospects Report der Weltbank wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Indiens in den Jahren 2026 und 2027 voraussichtlich um 6,3 bis 6,7 Prozent pro Jahr wachsen. Dadurch erlebt auch der Luftverkehr in Indien einen Boom.

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte Indiens Minister für Zivilluftfahrt, Ram Mohan Naidu, an, dass das Land bis 2047 insgesamt 350 Flughäfen betreiben wird. Zum Vergleich: 2014 verfügte Indien über 74 Flughäfen, heute sind es bereits 164. Laut Naidu sollen in den nächsten fünf Jahren fast 50 weitere Flughäfen hinzukommen.

Indien will eigenes Flugzeug

Air India bestellte 470 neue Flugzeuge bei Airbus und Boeing – mit Optionen auf weitere 370 Maschinen. Die Konkurrentin Indigo hat ebenfalls über 500 offene Bestellungen platziert. Doch Indiens Minister für Zivilluftfahrt, Ram Mohan Naidu, stellt in Davos laut dem Portal NDTV eine provokante Frage: Warum bauen wir nicht unser eigenes Flugzeug?

Der Minister hat seine Frage letztlich selbst beantwortet: Indien und Russland haben Ende des vergangenen Jahres ihre strategische Zusammenarbeit im Flugzeugbau vertieft. Hindustan Aeronautics Limited HAL erhielt die Technologie und Lizenzen für den Yakovlev Superjet, sodass der Jet künftig auch in Indien produziert werden kann. Gleichzeitig hat Embraer seit Mai 2025 eine Tochtergesellschaft in Indien.

Erstes in Indien hergestelltes Triebwerk

«Das oberste Ziel ist es, ein eigenes Flugzeug von Grund auf zu entwickeln», sagte er und rief indische Unternehmen dazu auf, ihre Investitionen in die Fertigung zu verstärken. Gleichzeitig kündigte an, in Kürze den Bau einer eigenen Montagelinie in Indien bekannt zu geben.

Als Zeichen des Aufschwungs der indischen Luftfahrt teilte der Minister mit, dass ein von HAL hergestelltes Triebwerk für den zivilen Hubschraubereinsatz zertifiziert wurde. «Ich denke, innerhalb von zwei Monaten werden wir den ersten in Indien gefertigten Hubschrauber haben, der für den zivilen Einsatz zugelassen ist.»

Idee ist nicht neu

Neu ist die Idee nicht. Schon 2012 plante Indien, einen eigenen Passagierjet zu entwickeln. Geplant war ein 90-sitziges Regionalflugzeug, das bis 2026 abheben sollte. Einige Jahre früher gab es die Idee für ein 70- bis 90-sitziges Regionalflugzeug.

365 Tage Luftfahrtjournalismus – fair, fundiert und unabhängig. Damit das so bleibt, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon für den Preis eines Getränks am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Video

Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies