Superjet 100: Künftig wird das Flugzeug auch in Indien gebaut.

Erstes Triebwerk ist zertifiziertIndien träumt wieder vom Passagierjet «Made in India»

Indiens Luftfahrt boomt. Neben dem Ausbau der Flughafeninfrastruktur kündigt das Land erneut das Ziel an, ein eigenes indisches Passagierflugzeug zu entwickeln.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Indien gehört zu den am schnellsten wachsenden großen Volkswirtschaften der Welt. Laut dem Global Economic Prospects Report der Weltbank wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Indiens in den Jahren 2026 und 2027 voraussichtlich um 6,3 bis 6,7 Prozent pro Jahr wachsen. Dadurch erlebt auch der Luftverkehr in Indien einen Boom.

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte Indiens Minister für Zivilluftfahrt, Ram Mohan Naidu, an, dass das Land bis 2047 insgesamt 350 Flughäfen betreiben wird. Zum Vergleich: 2014 verfügte Indien über 74 Flughäfen, heute sind es bereits 164. Laut Naidu sollen in den nächsten fünf Jahren fast 50 weitere Flughäfen hinzukommen.

Indien will eigenes Flugzeug

Air India bestellte 470 neue Flugzeuge bei Airbus und Boeing – mit Optionen auf weitere 370 Maschinen. Die Konkurrentin Indigo hat ebenfalls über 500 offene Bestellungen platziert. Doch Indiens Minister für Zivilluftfahrt, Ram Mohan Naidu, stellt in Davos laut dem Portal NDTV eine provokante Frage: Warum bauen wir nicht unser eigenes Flugzeug?

Der Minister hat seine Frage letztlich selbst beantwortet: Indien und Russland haben Ende des vergangenen Jahres ihre strategische Zusammenarbeit im Flugzeugbau vertieft. Hindustan Aeronautics Limited HAL erhielt die Technologie und Lizenzen für den Yakovlev Superjet, sodass der Jet künftig auch in Indien produziert werden kann. Gleichzeitig hat Embraer seit Mai 2025 eine Tochtergesellschaft in Indien.

Erstes in Indien hergestelltes Triebwerk

«Das oberste Ziel ist es, ein eigenes Flugzeug von Grund auf zu entwickeln», sagte er und rief indische Unternehmen dazu auf, ihre Investitionen in die Fertigung zu verstärken. Gleichzeitig kündigte an, in Kürze den Bau einer eigenen Montagelinie in Indien bekannt zu geben.

Als Zeichen des Aufschwungs der indischen Luftfahrt teilte der Minister mit, dass ein von HAL hergestelltes Triebwerk für den zivilen Hubschraubereinsatz zertifiziert wurde. «Ich denke, innerhalb von zwei Monaten werden wir den ersten in Indien gefertigten Hubschrauber haben, der für den zivilen Einsatz zugelassen ist.»

Idee ist nicht neu

Neu ist die Idee nicht. Schon 2012 plante Indien, einen eigenen Passagierjet zu entwickeln. Geplant war ein 90-sitziges Regionalflugzeug, das bis 2026 abheben sollte. Einige Jahre früher gab es die Idee für ein 70- bis 90-sitziges Regionalflugzeug.

365 Tage Luftfahrtjournalismus – fair, fundiert und unabhängig. Damit das so bleibt, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon für den Preis eines Getränks am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil