American Airlines fliegt täglich als AA37 von Madrid nach Dallas-Fort Worth. Meist setzt die Fluglinie auf dem knapp elfstündigen Flug eine Boeing 777-200. Am 6. Oktober war die 27 Jahre alte Triple Seven mit dem Kennzeichen N772AN im Einsatz. Der Flug war laut verschiedenen US-Medien ausgebucht. An Bord sollen sich 287 Personen befunden haben.
Und 287 Menschen haben im Laufe eines zehnstündigen Fluges das eine oder andere kleine oder Bedürfnis. Das Problem am 6. Oktober: Im Verlauf des Fluges fielen sechs der acht Bordtoiletten aus, berichtet der Sender CNN. Wann genau und in welcher Reihenfolge, ist nicht bekannt. Nur, dass die Crew beim Erreichen der Ostküste die Reißleine zog.
Nur noch zwei Klos in der ganzen Boeing 777 in Betrieb
Beim Anflug auf New York meldeten die Piloten der Flugsicherung, man habe nur noch zwei funktionierende Klos an Bord. Der Lotse fragte sicherheitshalber nach, ob er das richtig verstanden habe. Der Pilot bestätigte. Kurz darauf setzte die Besatzung einen Pan-Pan-Ruf ab. Damit melden Piloten eine dringende, aber nicht lebensbedrohliche Lage.
Um 12:27 Uhr Ortszeit setzte die Boeing 777 in New York-JFK auf. Und zwar deutlich schwerer als üblich. Laut CNN hatte sie noch Treibstoff für mehr als vier Stunden in den Tanks und lag damit über dem normalen Landegewicht.
Weiterflug nach dreieinhalb Stunden
Die US-Luftfahrtbehörde FAA bestätigte, die Crew habe eine unzureichende Zahl funktionierender Toiletten gemeldet. Knapp dreieinhalb Stunden blieb der Langstreckenjet am Boden. Dann hob er wieder ab und landete in Dallas fast 15 Stunden nach dem Start in Madrid.
American Airlines bestätigte laut verschieden Medien, dass die Boeing 777 in New York technisch überprüft wurde. Warum gleich sechs Toiletten ausfielen, verriet die Fluglinie nicht. Offen bleibt auch, ob beim Weiterflug nach Dallas wieder alle Toiletten funktionierten.
Airlines, Flughäfen, Flugzeuge und die Menschen dahinter: Wir berichten täglich über eine Branche, die uns fasziniert. Mit Ihrem Abo sorgen Sie dafür, dass wir das unabhängig tun können - und lesen aeroTELEGRAPH werbefrei. Und das noch zu einem sehr günstigen Preis. Jetzt hier klicken und abonnieren