Trump beim Einsteigen in die alte Air Force One: Die beiden Flieger bleiben erstmal unverzichtbar.

Sorge vor iranischem AngriffDarum musste Trump nach dem Nato-Gipfel doch mit der alten Air Force One fliegen

Zunächst blieb unklar, weshalb US-Präsident Donald Trump nach dem Nato-Gipfel in der Türkei kurzfristig auf die alte Air Force One wechselte. Jetzt ist der Grund bekannt. So bleiben die beiden alten Flugzeuge wohl noch eine Weile unverzichtbar.

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Luftfahrt

Eigentlich sollte die aus Katar stammende Boeing 747-8 Donald Trump nach dem Nato-Gipfel in der Türkei zurück in die USA bringen. Doch kurzfristig änderte sich der Plan. Stattdessen verließ der Präsident der USA das Land mit einem der beiden bisherigen Präsidentenflugzeuge vom Typ VC-25A auf Basis der Boeing 747-200.

Damals hatte das Weiße Haus den Flugzeugwechsel nicht mit Sicherheitsbedenken erklärt. Trump selbst sprach zwar von einem möglicherweise «gefährlichen Flug», bestritt aber, dass dies der Grund für den Wechsel gewesen sei. Nun berichtet die Zeitung New York Times unter Berufung auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen, weshalb der Secret Service auf den kurzfristigen Tausch drängte.

Glaubwürdige Bedrohung durch Iran machte den Wechsel nötig

Demnach lagen den Behörden der USA während des Nato-Gipfels Hinweise auf eine glaubwürdige Bedrohung durch iranische Stellvertretergruppen vor. Ziel des Angriffs sei Trump gewesen, und damit auch das Flugzeug, mit dem er unterwegs gewesen sei. Daraufhin habe der Secret Service empfohlen, für den Rückflug die ältere Air Force One zu nutzen.

Bereits kurz nach dem Flugzeugwechsel hatten Medien berichtet, dass die Boeing VC-25A über deutlich umfassendere Schutzsysteme verfüge als die erst vor wenigen Wochen in Dienst gestellte Boeing 747-8 aus Katar. Einen konkreten Hinweis darauf, dass sich die Drohung speziell gegen das neue Flugzeug richtete, habe es laut dem Bericht jedoch nicht gegeben.

Air Force One aus Katar braucht bessere Ausstattung

Die Ereignisse werden die Diskussion über die Sicherheitsausstattung der ehemaligen Qatar-747 weiter anheizen. Die rund 14 Jahre alte Boeing 747-8 war in vergleichsweise kurzer Zeit für den Einsatz als Präsidentenflugzeug umgerüstet worden. Sie soll die inzwischen mehr als 35 Jahre alten VC-25A übergangsweise ersetzen, bis die beiden neuen VC-25B ausgeliefert werden. Deren Fertigstellung verzögert sich allerdings seit Jahren.

Erst vor wenigen Tagen hatte Trump selbst angekündigt, die Boeing 747-8 werde im Herbst erneut für etwa einen Monat außer Dienst gestellt, um weitere Systeme nachzurüsten. Anschließend werde das Flugzeug vollständig sein, sagte der Präsident. Welche Fähigkeiten ergänzt werden, ließ er offen.

Alte Air Force One bleiben unverzichtbar

Die beiden klassischen Präsidentenflugzeuge, zwei VC-25A auf Basis der Boeing 747-200, bleiben damit vorerst unverzichtbar – obwohl ihre Ausmusterung eigentlich bereits eingeleitet worden war. Langfristig sollen sie durch zwei speziell gebaute VC-25B auf Basis der Boeing 747-8 ersetzt werden. Bis diese frühestens 2028 zur Verfügung stehen, wird die US-Regierung jedoch weiter auf mehrere Präsidentenjets angewiesen sein.

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