Avro RJBraathens schickt letzte Jumbolinos in Rente

Europas Airlines müssen während der Corona-Krise viele Flieger parken. Die schwedische Braathens mustert in diesem Zuge gleich ihre letzten Avro RJ aus.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

«Sie sinkt fast wie ein Stein, aber sie steigt auch fast wie ein Stein» – so beschrieb ein Swiss-Pilot die Avro RJ, als die Schweizer Fluggesellschaft die letzten der Flieger 2017 ausflottete. Jetzt trennt sich eine weitere Fluglinie von den kleinen Vierstrahlern, die vor allem in der Schweiz auch den Spitznamen Jumbolino tragen: die schwedische Braathens, die unter der Marke Bra fliegt.

Insgesamt hatten die Schweden elf Avro RJ100 und zwei kleinere RJ85 betrieben. Eine RJ100 erlitt 2016 bei einer Kollision mit einem Airbus A340 in Kopenhagen einen Totalschaden. Weitere der Jets wurden seit Herbst 2018 Stück für Stück aus dem Betrieb genommen.

Avros in Norwich geparkt

Aktuell muss Braathens, wie alle anderen Fluggesellschaften auch, wegen der Corona-Krise viele Reisen absagen - mindestens 1300 Flüge bis zum 3. Mai. Sie nutzt diese Gelegenheit, sich auch von ihren letzten Avros zu trennen. So flogen vergangenen Mittwoch (18. März) drei RJ100 und eine RJ85 (mit den Kennzeichen SE-DSR, SE-DSS, SE-DSZ und SE-DJO) von Malmö, Göteborg und Stockholm ins britische Norwich.

In einem Video dokumentiert der langjährige Braathens-Pilot Johan Westin den Flug mit der RJ-85. «Die Avro hier wird ihren letzten Flug nach Norwich in England absolvieren, um verkauft zu werden», erklärt Westin. Es sei ein Stück schwedische Luftfahrtgeschichte, das nun ende. In Norwich ist zu sehen, wie der Flieger neben den anderen Avros parkt. «Der Kapitän ist der Letzte, der das Schiff verlässt», sagt Westin und steigt aus.

Jets aus Deutschland gemietet

Braathens fliegt mit ATR72, Fokker F50 sowie mit Embraer E190, die sie von German Airways im Wet Lease mietet. Auch die zu German Airways gehörende WDL Aviation war Betreiber der Avro, die zuvor BAE 146 hieß. Sie verkaufte die letzten Exemplare jedoch nach Australien. Nun bleibt abzuwarten, was mit den Fliegern von Braathens geschieht.

Mehr zum Thema

Swiss hatte im Höhepunkt 20 Avros in der Flotte.

«Die Avro sinkt fast wie ein Stein»

Air UK betrieb die BAE 146-300 G-UKID ab 1990 auf ihren Linienflügen innerhalb des Vereinigten Königreichs sowie über den Ärmelkanal. Mit dem Einstieg der Niederläder wurde das Unternehmen 1998 zu KLM UK.

Wo sind all die Jumbolinos geblieben?

Auch LGW setzt künftig auf E190.

German Airways bekommt Großauftrag aus Schweden

ticker-schweden

Hoher Kerosinpreis: Schweden unterstützt Inlandsflüge mit Millionen

Video

learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Aggrarflugzeug kurz vor Absturz: Das Flugzeug traf einen Kindergarten.
In Brasilien ist ein Agrarflugzeug kurz nach dem Start in eine Kindertagesstätte gestürzt. Das Flugzeug traf glücklicherweise einen Gebäudeteil, den die Kinder nicht nutzen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies