Der Airbus A330-800 mit dem Kennzeichen D-AAAR bei der Landung in Hamburg: Kam leer an, wird nun nobel ausgestattet.

Bei Lufthansa TechnikErstmals erhält ein Airbus A330-800 eine VIP-Kabine

In Hamburg bei Lufthansa Technik wird zum ersten Mal ein Airbus A330-800 mit einer Luxus-Kabine ausgestattet. Mit dem kleinen A330 Neo wird künftig ein Sultan abheben.

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Den Airbus A330 Neo gibt es in der größeren und populären Variante A330-900, die beispielsweise Condor betreibt. Und es gibt ihn auch in der kleineren Version A330-800, von der bisher erst neun Exemplare gebaut wurden. Eines davon ist ein Testflugzeug von Airbus, vier fliegen für Kuwait Airways, zwei für Uganda Airlines und eines für Air Greenland.

Der neunte Airbus A330-800 mit der Seriennummer 2112 wurde am 29. November von Toulouse nach Hamburg überstellt, wo er vor die Hallen von Lufthansa Technik rollte. Der Jet mit dem temporären Kennzeichen D-AAAR wird dort laut Informationen des Portals EDDH Airport mit einer VIP-Kabine ausgestattet, bevor er an die Regierung des Kleinstaates Brunei geht.

Boeing 747, 787 und 767 in Regierungsflotte des Sultanats

Das Besondere: Es handelt sich um den ersten Airbus A330-800, der eine Luxus-Ausstattung erhält. Was den A330-900 angeht, gilt: Zwar listet Airbus bei den rund 170 bereits ausgelieferten Exemplaren keinen Regierungs-, Geschäftsreise- oder Privatjet auf. Allerdings wird seit dem Frühjahr bei Jet Aviation in Basel solch ein Flugzeug für die saudische Desert Wings Aviation zur VIP-Maschine ausgebaut.* Derweil erklärt Lufthansa Technik auf Anfrage zum VIP-Ausbau des A330-800 lediglich, man äußere sich nicht zu Kunden.

Brunei ist ein Sultanat und liegt - wie auch Indonesien und Malaysia - auf der Insel Borneo im Pazifik. Große Erdölvorkommen in Verbindung mit einer geringen Bevölkerung von weniger als einer halben Million Menschen haben die absolute Monarchie reich gemacht. So gehört zur Regierungsflotte des Sultans derzeit eine Boeing 747-8 (dreizehn Jahre alt), eine 787-8 (zehn Jahre) sowie eine 767-200 (32 Jahre), die nun wohl durch den A330-800 abgelöst wird.

Warum der Airbus A330-900 viel beliebter ist als der A330-800

Die Frage, warum der A330-900 so viel beliebter ist als der A330-800, beantwortet sich aus Airline-Sicht übrigens wie folgt: Die kleinere Version hat gegenüber der größeren Variante keine wesentlichen Vorteile, abgesehen von der höheren Reichweite. Zwar verbraucht der leichtere A330-800 weniger Kerosin als sein größerer Bruder, doch pro Sitzplatz gerechnet ist der Verbrauch des A330-900 besser. Zudem kann der A330-800 nur 27 Frachtcontainer laden, der A330-900 dagegen 33 Container. Den Sultan dürfte all das aber kaum stören.

*An dieser Stelle hieß es zuerst, bei dem Airbus A330-800 in Hamburg handele es sich um den ersten A330 Neo, der eine VIP-Kabine erhält. Das stimmt aber nicht. Wir entschuldigen uns für den Fehler und haben die Angabe korrigiert.

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