Phenom-300 in Bremen: Das neue System soll bei schlechtem Wetter helfen.

PremiereFlugzeug landet nur mit Hilfe von Satelliten

Keine Unterstützung vom Boden: Zum ersten Mal ist in Deutschland ein Passagierflugzeug nur mit Satellitenführung gelandet.

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Am Flughafen Bremen ist am Donnerstag (6. April) erstmals in Deutschland ein Passagierflugzeug ohne Navigation vom Boden, sondern nur mit Hilfe von Satelliten gelandet. Um 10 Uhr setzte der Privatjet vom Typ Phenom-300 des Betreibers Net Jets auf. Möglich wurde dies durch EGNOS, das europäische, satellitenbasierte Erweiterungssystem zur GPS-Navigation. «Es steigert die Positionsgenauigkeit von GPS von 10 bis 20 Metern auf ein bis drei Meter», teilte die Deutsche Flugsicherung mit.

Bei schlechtem Wetter haben Flugzeuge, die in Bremen landen, mit dem sogenannten Satellite Based Augmentation System (SBAS) nun ein zusätzliches Anflugverfahren zur Verfügung. Der Pilot wird dabei bis zu einer Höhe von 200 Fuß (60 Meter) mittels Satelliten sowohl horizontal als auch vertikal geführt. Sieht er dann die Piste, kann er sicher landen.

Empfänger noch nicht in allen Flugzeugen

Um die Satellitensignale zu empfangen, müssen die Cockpits mit einem entsprechenden Empfänger ausgerüstet sein. «Ein Großteil der Business-Jet-Flotte der Fluggesellschaft Net Jets Europe, die jetzt das erste SBAS-Anflugverfahren in Bremen durchgeführt hat, ist bereits mit der neuen Technologie ausgestattet», so die Deutsche Flugsicherung. Allerdings seien noch nicht die Flugzeuge aller großen Hersteller so ausgerüstet.

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