Platz 18: Air New Zealand, 87,33 Prozent.

Streit bei Air New ZealandKapitän schließt Kopiloten aus

Weil es zu einer Verspätung kam, rastete ein Flugkapitän von Air New Zealand aus. Er ließ seinen Kopiloten vorübergehend nicht mehr ins Cockpit.

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Am Anfang stand offenbar Frust. Der in den Fall involvierte Flugkapitän von Air New Zealand ist ganz besonders stolz auf seine Pünktlichkeit. Deshalb ging es ihm gehörig auf die Nerven, dass sein Kopilot auf Flug NZ176 von Perth nach Auckland vom 21. Mai zu einem zufälligen Alkohol- und Drogentest antreten musste. Dadurch kam es zu einer Verspätung von 13 Minuten.

Das führte offenbar zu einem heftigen Streit zwischen den beiden Piloten. Das ging soweit, dass der Flugkapitän den Kopiloten während des Fluges nicht mehr herein ließ, nachdem der kurz das Cockpit verlassen hatte. Drei Mal über eine Zeitdauer von zwei Minuten bat der Kopilot um Einlass. Doch er erhielt keine Antwort.

Piloten «haben wertvolle Lektion gelernt»

Der Rest der Crew an Bord der mit 303 Passagieren gefüllten Boeing 777-200 begann sich nun Sorgen zu machen, wie eine Sprecherin von Air New Zealand der Zeitung The New Zealand Herald erklärte. Denn zwei Minuten können auf Reiseflughöhe eine Ewigkeit sein. Am Ende gelangte der Kopilot mit einer alternativen Methode doch wieder ins Cockpit.

Der Flugkapitän erklärte später, er habe sich gerade auf eine Navigationsmarke konzentriert und gedacht, eine Flugbegleiterin wolle ins Cockpit. Die neuseeländischen Behörden leiteten eine Untersuchung des Vorfalls ein. Und die beiden Piloten wurden für eine und zwei Wochen suspendiert, außerdem müssen sie sich beraten lassen. «Sie haben eine wertvolle Lektion gelernt», so die Sprecherin. Die beiden Männer müssten besser kommunizieren.

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