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Flughafen-Wien-Vorstände im Doppelinterview

Von Corona über die Terminalerweiterung bis zur dritten Piste: Julian Jäger und Günther Ofner im Gespräch mit Michael Csoklich.

Mit
Flughafen Wien AG

Günther Ofner (links) und Julian Jäger

Analog zu den Fluglinien wirkt sich die Coronakrise auch auf den Flughafen Wien stark aus. Nach dem Rekord von fast 32 Millionen Passagieren im Vorjahr droht heuer ein drastischer Rückgang, alleine im August beträgt das Passagierminus 75 Prozent. Und nach soliden Gewinnen in den vergangenen Jahren wird heuer wohl ein Verlust in der Bilanz stehen. Die 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, ein Sparprogramm von 220 Millionen Euro wurde beschlossen und das Investitionsprogramm um 100 Millionen Euro gekürzt. Was das alles bedeutet, wie mit der Krise umgegangen wird, und wie die Zukunft aussieht, darüber hat Michael Csoklich mit den beiden Vorständen des Flughafens, Julian Jäger und Günther Ofner, gesprochen.

Herr Jäger, im Juni haben sie gemeint, es ist ein gutes Gefühl, dass wieder geflogen wird. Ist dem guten Gefühl mittlerweile Ernüchterung gefolgt, weil eine echte Erholung nicht in Sicht ist?

Julian Jäger: Es ist grundsätzlich erfreulich, dass wieder Passagiere unterwegs sind, auch wenn es mehr sein könnten. Wir hatten im August 25.000 Passagieren pro Tag, im Vergleich zum April mit 300 bis 500 pro Tag ist das schon positiv. Aber eine echte Erholung ist noch nicht in Sicht.

Herr Ofner, was bedeutet denn diese Krise wirtschaftlich für den Flughafen, ist sie bedrohlich?

Günther Ofner: Sie ist schon sehr massiv. Der Umsatz hat sich im ersten Halbjahr 2020 halbiert. Wir haben aber in den vergangenen Jahren sehr gut gewirtschaftet und uns weitgehend entschuldet, wir haben gute positive Ergebnisse erzielt, deshalb haben wir die Kraft, diese Krise auch gut zu meistern. Das erfordert aber drastische Sparmaßnahmen. Der Aufwand wird um etwa 220 Millionen Euro reduziert, und wir werden auch weniger investieren.

Das Sparprogramm betrifft wen und was?

Günther Ofner: Es trifft alle Bereiche und es bedeutet, dass wir die zwei größten Bauvorhaben, die wir im Sommer begonnen hätten – die Sanierung des Pier Ost und die Erweiterung des Terminal 3 – auf Eis gelegt haben.

Die 6.000 Mitarbeiter sind auf Kurzarbeit, sind danach Kündigungen zu erwarten?

Günther Ofner: Wir hoffen, dass wir sie vermeiden können und werden alles dazu tun. Vieles hängt davon ab, wie sich die Pandemie weiterentwickelt.

Wann soll die Erweiterung des Terminal 3 denn kommen?

Julian Jäger: Die Erweiterung des Terminal 3 liegt uns sehr am Herzen, sie ist auch Kernstück unserer 5-Sterne-Strategie. Jetzt aber ist das allerwichtigste, Kosten zu senken und sich bei Investitionen nur auf die absolut notwendigsten Maßnahmen zu konzentrieren. Die Planung für die Süderweiterung ist fertig, mit der Realisierung werden wir uns erst dann auseinandersetzen, wenn wieder ausreichend Passagiere da sind.

Der Terminal 2 ist eine Baustelle, was soll der Terminal können, wenn er fertig ist?

Julian Jäger: Der Terminal soll im ersten Halbjahr 2021 fertig sein und er wird eine neue zentrale Sicherheitskontrolle für den Terminal 2 haben sowie eine Erweiterung der Gepäckausgabeflächen. Das Dach ist völlig neu und wir werden auch eine großzügige Lounge bekommen. Ein völlig neues Outfit also, mit dem wir auch ein positives Signal geben wollen, dass wir auch in Zukunft unseren Kunden beste Qualität anbieten wollen.

Der 5-Sterne-Flughafen ist also noch im Fokus?

Julian Jäger: Ja natürlich! Ob wir es bis 2025 schaffen, kann ich heute nicht garantieren, aber das Ziel ist maximal aufgeschoben, sicher nicht aufgehoben.

Es gibt am Flughafen ja viele Shops und Restaurants. Wenn es nur ein Viertel an Passagieren gibt, werden alle Shops die Krise überstehen?

Julian Jäger: Die Shops sind vom Passagierrückgang ebenso betroffen, einige sind zur Zeit geschlossen. Die allermeisten werden das überleben. Wir sind mit allen Betreibern laufend im Austausch und wir wollen partnerschaftlich aus der Krise kommen.

Die 3. Piste ist ja noch nicht budgetiert – aber wird sie jemals benötigt werden?

Günther Ofner: Ich habe schon viele Krisen miterlebt. Ich glaube, es wäre nicht klug, jetzt unter dem Eindruck dieser Krise sofort langfristige Entscheidungen zu treffen. Es wird zwar einige Jahre dauern, bis sich der Flugverkehr wieder erholen wird, aber dann werden wir wieder vor der Situation stehen, dass bald die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Insofern sind wir in der guten Position, dass wir ein genehmigtes Projekt haben, und wir können damit starten, wann immer wir glauben, dass es notwendig ist.

Müssen Sie das Projekt innerhalb einer bestimmten Zeit beginnen?

Günther Ofner: Nicht unbedingt. Selbst dort, wo Fristen vorgesehen wären, gäbe es angesichts der Coronakrise gute Gründe, diese nach hinten zu schieben.

Corona ist das alles beherrschende Thema. Was setzt denn der Flughafen für Schutzmassnahmen über die Maskenpflicht hinaus?

Julian Jäger: Wir haben zahlreiche Maßnahmen gesetzt: Im gesamten Terminal gelten die Maskenpflicht und Abstandsregeln, darauf weisen wir auch auf den Monitoren, durch Beschilderungen und aktiv durch unsere MitarbeiterInnen vor Ort hin. Außerdem haben wir mehrere Desinfektionsständer aufgestellt und alle Check-in- und Informationsschalter mit Plexiglas-Schutz ausgestattet. Bei jedem ankommenden Passagier wird mittels Wärmebildkamera die Körpertemperatur gemessen. Und wir arbeiten eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen, die vor Ort gemeinsam mit dem Bundesheer die Einreise- und Gesundheitskontrollen durchführen.

Sind Sie mit den Abläufen und der Koordination mit den Behörden zufrieden, oder ist es Ihnen zu kompliziert?

Julian Jäger: Die Abstimmung mit den österreichischen Behörden funktioniert sehr gut. Was mir fehlt, ist die Rolle der Europäischen Union: Wir brauchen dringend eine Vereinheitlichung der Reisebeschränkungen auf europäischer Ebene. Derzeit regelt jedes EU-Land seine Gesundheitskontrollen im Reiseverkehr unterschiedlich, Passagiere und Airlines übermitteln Unmengen an Papierformularen mit Reisedaten an nationalen Behörden. Das ist in einer globalen Branche absolut ineffizient und wachstumshemmend. Denn der Luftfahrt fehlt einfach der europäische Binnenmarkt. Länder wie China haben wieder deutlich mehr Flugverkehr und wirtschaftliche Aktivitäten, weil es einen funktionierenden Markt innerhalb Chinas gibt. Leider ist die EU wieder in Einzelstaaten zerfallen, statt einen gemeinsamen Zugang in der Bekämpfung der Pandemie zu finden.

Einen zweiten Punkt finde ich bemerkenswert: wie wenig die Digitalisierung genutzt wird. Es wird zur Zeit unglaublich viel Papier quer durch Europa in den Flugzeugen ausgefüllt, das gehört digitalisiert. Nur dann ist sichergestellt, dass man all die Daten nachverfolgen kann und viel besser entscheiden könnte, wer verbindlich getestet werden soll und wer nicht, wer ist eine Risikoperson und wer nicht.

Also mehr Europa und mehr Digitalisierung?

Julian Jäger: Absolut! Denn selbst wenn es in den nächsten Monaten eine Coronaimpfung gibt, wird Corona unser Leben noch länger bestimmen.

Das Thema Vertrauen ist auch sehr wichtig. Wie stellt denn die Luftfahrt das Vertrauen der Menschen ins Fliegen wieder her?

Günther Ofner: Wir haben ein sehr umfassendes Programm, wie wir gesundes Fliegen unterstützen: Wir waren der erste Flughafen weltweit, der PCR-Tests angeboten hat, und heute machen wir etwa 10 Prozent aller österreichischen Corona-Tests. Und auch die Fluglinien haben große Anstrengungen unternommen, um eben auf Hygiene zu achten und sicherzustellen, dass man sich nicht im Flugzeug ansteckt.

Es gibt sehr viele Vorschriften, leider halten sich nicht alle Menschen daran. Wie stellen Sie sicher, dass die Passagiere sich am Flughafen an die Vorschriften halten?

Julian Jäger: Ich glaube, dass die Passagiere im Großen und Ganzen sehr diszipliniert sind und die Gebote beachten. Wir kontrollieren lückenlos, wenn jemand in die Sicherheitskontrolle kommt, ob die Person den Mund-Nasen-Schutz trägt und weisen durch unser Personal aktiv auf die Regelungen hin.

Eine neue Studie der internationalen Flughafen Vereinigung ACI hat gezeigt, dass Flughäfen das Problem von Enge und zu wenig Platz lösen müssen, um COVID-19 begegnen zu können. Um dieselbe Passagieranzahl wie vor der Coronakrise sicher abwickeln zu können, bräuchte man 50 Prozent mehr Platz beim Check in, 100 Prozent mehr Platz bei der Sicherheitskontrolle, 35 bis 50 Prozent mehr Platz bei den Gates. Ist das denkbar?

Günther Ofner: Im vollen Ausmaß für uns nicht, weil wir ja in einer sehr beengten Situation sind. Gerade deshalb brauchen wir die Digitalisierung, weil sie hilft, die Kapazität viel besser auszunutzen als es bisher. Es wird die gemeinsame Aufgabe aller Systempartner, also Flughafen, Fluglinien, Flugsicherung, sein, die Spitzen zu glätten und so eine bessere Auslastung der gesamten Infrastruktur zu erreichen.

Sie haben ja die Airport City in den vergangenen Jahren als Standort stark ausgebaut. Sind sie froh, dass sie ein zweites Standbein neben dem reinen Fluggeschäft haben?

Günther Ofner: Ja! Ich glaube, unsere Strategie ist nicht nur erfolgreich, sondern wurde durch die Ereignisse auch bestätigt. Und wir werden sie fortsetzen. Der Office Park 4 wurde soeben eröffnet, die ersten Mieter sind bereits eingezogen und das Interesse ist groß. Und auch die Planungen für ein drittes Hotel am Standort laufen weiter.

Werden alle ihre Mieter die Krise überstehen?

Günther Ofner: Bisher haben alle durchgehalten, das ist sehr erfreulich und auch wichtig für uns. Level hat den Flugbetrieb eingestellt und ist bisher das einzige Beispiel einer Insolvenz.

Sie setzen bei den Unternehmen, die sich hier ansiedeln, stark auf Start Ups und auf innovative Unternehmen. Ist das die zukunftssicherere Art, Büroflächen zu vermieten?

Günther Ofner: Es ist vor allem ein großer Mehrwert für die Firmen, die sich für den Standort interessieren. Wir schaffen hier die Möglichkeit, dass neue Ideen von kreativen Menschen ohne Umwege und ohne Bürokratie dazwischen in die Arbeit der etablierten Unternehmen einfließen können. Die kalifornische Start Up-Schmiede Plug & Play bringt dafür ihr internationales Netzwerk an den Flughafen Wien.

Wird sich durch Corona und nach Corona an den Prozessen und Abläufen auf den Flughäfen etwas ändern? Zum Beispiel durch die Digitalisierung?

Julian Jäger: Mein Eindruck ist, dass Corona nicht neue Trends schafft, aber vorhandene beschleunigt. Über Home Office sprechen wir seit Jahren, Corona war da ein Katalysator. Ähnlich ist es bei den Prozessen am Flughafen. Wir reden schon lange über mehr Self Service, über mehr Digitalisierung. Durch Digitalisierung können Check in und die Gepäckaufgabe so gestaltet werden, dass die Prozesse schneller werden.

Der Office Park 4 ist eben eröffnet worden. Was ist das besondere an dem Gebäude, außer dass es neu ist?

Günther Ofner: Es ist viel mehr als ein Bürogebäude und mit einer Mischung aus Präsenzbüro, aus Co- Working und aus Teleworking bildet es die Anforderungen der Arbeitswelt der Zukunft ab. Und besonders freut uns, dass dieser Office Park nur etwa ein Drittel der Energie verbraucht, die andere neuerrichtete Bürogebäude derzeit verbrauchen. Der Office Park 4 ist eines der nachhaltigsten Bürogebäude Österreichs.

Sie haben ja das Ziel, klimaneutral zu werden. Was fehlt Ihnen dazu noch?

Günther Ofner: Wir haben bereits 70 Prozent CO2 aus unserem Betrieb reduziert, wir haben 40 Prozent Energie eingespart, und wir sparen damit auch Geld. Unsere Energieaufwendungen sind um 10 Millionen Euro gesunken. Das ist die Folge von jahrelangen sehr konzentrierten Maßnahmen und Aktionen, die aber alle für sich genommen auch wirtschaftlich sind. Dieser Office Park ist das beste Beispiel, er hat mit 62 Millionen Euro nicht mehr gekostet, aber er verbraucht nur ein Drittel der Energie.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind Ihnen sehr wichtig. Es aber auch dem Image des Flughafens und ist wichtig für die Erreichung eines 5-Sterne-Flughafens.

Günther Ofner: Natürlich wollen wir Vorbild sein. Ich glaube, dass es möglich sein wird, dass wir europaweit, vielleicht auch weltweit, als erster großer Flughafen im Betrieb CO2-neutral sind. Ich hoffe, dass wir Nachahmer finden. Wir haben sehr viel Entwicklungsarbeit hineingesteckt und haben eine eigene Software für die Optimierung der Gebäudebetriebsführung entwickelt. Die wollen wir international als Dienstleistung verkaufen. 

Zurück zum Flugverkehr: Sie haben die fehlenden einheitlichen Regeln in Europa schon angesprochen, was muss denn darüber hinaus passieren, damit der Flugverkehr wieder in Schwung kommt?

Julian Jäger: Aktuell kann man in den nächsten Wochen und Monaten wenig machen. Die Fälle steigen wieder, es wird ein schwieriger Herbst und Winter werden. Ich gehe davon aus, dass das eine Phase ist, die man durchstehen muss. Ab Sommer, wenn es hoffentlich eine Impfung gibt, rechne ich mit einer gewissen Erholung.

Sie haben ja zu Beginn der Krise den Fluglinien Anreize gegeben wie das Senken der Landegebühren. Wenn ich Sie richtig verstehe, ist mit Anreizen derzeit kein Staat zu machen, jetzt heißt es nur abzuwarten.

Julian Jäger: Wichtig ist, dass eine gewisse Grundkapazität in der Luft ist. Deswegen haben wir bis Jahresende den Landetarif auf Null gesetzt. Das macht rund 20 Prozent der Gesamttarife aus. Nächstes Jahr bieten wir allen Fluglinien Anreize, wenn sie zumindest 65 Prozent der für 2020 geplanten Kapazität 2021 tatsächlich anbieten. Damit wollen wir die Fluglinien dazu bewegen, im nächsten Jahr mehr Kapazität nach Wien anbieten. Denn das ist ganz wichtig für den Tourismus.

Sehr wichtig für den Tourismus ist die Langstrecke. Die ist derzeit so gut wie nicht existent. Sehen sie da Licht am Ende des Tunnels?

Julian Jäger: Der Tunnel für die Langstrecke ist etwas länger als der für den innereuropäischen Verkehr. Dieser wird im nächsten Sommer schon deutlich besser aussehen als heuer, bei der Langstrecke wird es länger dauern. Denn die Langstrecke ist stark abhängig vom Geschäftsreiseverkehr, der wird mittel- und langfristig schwach bleiben. Aber auch die Langstrecke wird wieder kommen.

Einen Standort Wien ohne Langstrecke schließen Sie aus?

Julian Jäger: Ja, absolut. Wenn die unmittelbare Krise vorbei ist, werden wir wahrscheinlich weniger Langstrecke haben als vorher, aber das ist für uns nur ein Ansporn, in den nächsten Jahren dafür zu sorgen, dass wir diese Fluglinien und Destinationen wiederbekommen. Letztendlich geht es aber darum, ob eine Destination attraktiv ist, ob ausreichend Menschen hierher fliegen wollen. Dementsprechend bin ich optimistisch, dass Wien auch künftig erfolgreich sein wird, was die Langstrecke betrifft.

Der Kampf der Billigfluglinien hat den Standort Wien vor Corona beherrscht. Wird dieser nach Corona wieder aufflammen oder wird sich da etwas ändern?

Julian Jäger: AUA-Chef von Hoensbroech rechnet mit einer großen Konsolidierungswelle unter den Fluglinien in Europa …

… das tun wir seit Jahrzehnten …

Julian Jäger: … das stimmt, aber wenn sie jetzt nicht passiert, wüsste ich nicht, wann Sie passieren soll. Die Luftfahrt ist einfach sehr kompetitiv, das wird sich auch durch Corona nicht ändern.

Wann wird ihrer Meinung nach wieder das herrschen, was viele Normalität nennen?

Günther Ofner: Ja, da müsste ich ein Prophet sein, wenn ich das genau eingrenzen sollte. Ich glaube, die entscheidenden Faktoren werden medizinische sein, sprich Impfung und Medikament. Und die Menschheit wird lernen, mit dem Virus zu leben, er wird nicht ganz verschwinden, aber er wird einen Großteil seines Schreckens verloren haben. Insofern hoffe ich, dass wir gestärkt aus der Krise hervorgehen, und dass wir als Menschen etwas gelernt haben.

Julian Jäger: Was ist schon normal? Wenn wir das Niveau von 2019 als normal ansehen, dann halte ich es für realistisch, dieses Niveau zwischen 2025 und 2027 wieder zu erreichen. Das entspricht auch dem, was die Weltluftfahrtorganisation IATA vorhersagt.

Hängt tatsächlich alles an der Frage, ob es eine Impfung geben wird oder nicht?

Julian Jäger: Die Impfung ist ganz wesentlich. Aber es wird sich das Verhalten der Menschen erst schrittweise wieder ändern oder normalisieren, deshalb wird es dauern, bis die Krise insgesamt überwunden ist. Ganz grundsätzlich bin ich aber optimistisch, dass sich die Luftfahrt weltweit wieder erholen wird. Denn die grundlegenden Treiber des Wachstums haben sich ja nicht verändert. Wie die globale Vernetzung der Wirtschaft und das Bedürfnis der Menschen, andere Menschen zu treffen und andere Länder kennenzulernen.

Wenn Sie in die Zukunft blicken. Wie wird der Flughafen in 10 Jahren ausschauen? Mit einem Office Park 5, einer 3. Piste und einem florierenden Flugverkehr?

Günther Ofner: Also die 3. Piste wird wahrscheinlich noch nicht in Betrieb sein, aber ich gehe davon aus, dass in zehn Jahren schon daran gebaut wird. Ich bin überzeugt, dass es weitere Office Parks geben wird, dass sie besiedelt sind, und dass vor allem unser Konzept, hier etablierte Unternehmen und Innovatoren in eine Gemeinschaft zu bringen, aufgegangen sein wird.



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