Letzte Aktualisierung: um 12:39 Uhr

Option Glaswände

Flughafen Düsseldorf plant Besucherterrasse ohne Sicherheitskontrolle

Der Airport Düsseldorf sucht einen Weg, um seine Besucherterrasse wiederzueröffnen und zu betreiben. Der Flughafenchef macht klar: Es geht nur mit Überwurfschutz.

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Seit 2020 ist die Besucherterrasse des Flughafens Düsseldorf geschlossen. Manche Flughafenfans und Planespotter befürchten, das könnte für immer so bleiben – erst recht, seitdem vor dem einstigen Zugang zur Aussichtsplattform eine Wand hochgezogen wurde.

Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens, erklärt im Interview mit aeroTELEGRAPH: «In diesem Jahr war für uns die Priorität Nummer eins, die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen zu reduzieren.» Aber auch die Besucherterrasse sei «sehr wichtig für den Flughafen», damit dieser erlebbar bleibe und Erlebnisse biete. Aber: «Die Frage ist, wie man die Besucherterrasse wirtschaftlich betreiben kann», so Redeligx.

«Man braucht dann einen Überwurfschutz»

Der Hintergrund: Bisher hat der Flughafen Düsseldorf nicht wie etwa Köln/Bonn oder Berlin Glaswände an der Terrasse installiert oder wie Stuttgart einen Zaun. Stattdessen mussten Besucher, als die Terrasse geöffnet war, durch eine Sicherheitskontrolle mit Scanner und Personal gehen, um auf die Aussichtsplattform zu gelangen. Doch das wird sich ändern.

Redeligx kündigt «eine Veränderung baulicher Art» an. «Denn in der Tat: Man braucht dann einen Überwurfschutz, um den Zugang ohne Sicherheitskontrolle anbieten zu können.» Nur so könne die Wiedereröffnung der Besucherterrasse funktionieren. Die Umsetzung sei allerdings nicht trivial. Daher gelte: «Einen Zeitpunkt können wir nicht nennen. Wir können nur sagen, wir haben den Anspruch, die Terrasse wieder zugänglich zu machen.»

Gesamtkonzept auch für angrenzende Fläche

Für die aktuell ungenutzte Fläche vor dem Zugang zur Terrasse, wo früher kleine Reisebüros waren, habe man «Ideen, was man dort im Zuge einer Neueröffnung der Terrasse als neues Erlebnis schaffen könnte», sagt Redeligx. Das müssten nicht zwingend kommerzielle Geschäfte sein. «Wir nehmen uns die Zeit, um ein Gesamtkonzept zu entwickeln.»