Letzte Aktualisierung: um 19:03 Uhr

Reisende länger im Airport

Flughafen Düsseldorf kämpft gegen Müllproblem

Verspätungen von Flügen und Gepäck sorgen dafür, dass Reisende mehr Zeit im Flughafen verbringen. Dadurch fällt mehr Müll an. Der Airport Düsseldorf stößt bei der Reinigung an seine Grenzen.

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Der Flug an sich war wunderschön. Aus dem Airbus A220-300 von Air Baltic sah man die niederländische Küste bei Renesse im Sonnenlicht, Schiffe und Hunderte Offshore-Windräder in der Nordsee, den Übergang von der englischen Küste zum Großraum London. Auch die Ankunft am Flughafen Heathrow gelang ohne Aufgabegepäck reibungslos.

So verlief am Freitagabend vorletzter Woche die Reise von aeroTELEGRAPH von Düsseldorf zur Farnborough Airshow. Allerdings fehlt bisher der Anfang der Geschichte und der ist weniger schön. Dass der von Air Baltic durchgeführte Eurowings-Flug mehr als eine Stunde Verspätung hatte, war dabei wenig überraschend und auch kein großes Drama. Die hygienischen Zustände im Düsseldorfer Flugsteig A waren dagegen bemerkenswert.

Eingetrocknete Kaffeelachen

Mülleimer quollen reihenweise über, der Abfall verteilte sich drumherum auf dem Boden. Auch an anderen Stellen standen auf dem Boden leere Kaffeebecher, Chipstüten und Getränke-Flaschen. Sogar am Arbeitsplatz eines Flughafendienstleisters kurz vor den Passkontrollstellen fanden sich vor dem eingeschalteten, aber verwaisten Computer Kaffeebecher, eine ausgetrunkene Wasserflasche und zusammengeknüllter Papiermüll.

Es war kein Einzelfall. Anfang dieser Woche schickten Leser aeroTELEGRAPH Fotos vom Flughafen Düsseldorf, dieses Mal vom Flugsteig B. Wieder waren überquellende Mülleimer zu sehen, dazu eine angetrocknete Kaffeelache auf dem Boden und etwas, das aussieht, als wäre unter den Sitzen am Gate ein Softdrink ausgelaufen und das Ganze dann zugestaubt.

Flughafen setzt mehr Reinigungspersonal ein

Der Airport beteuert, alle Bereiche würden regelmäßig und gründlich gereinigt.  Aber: «Aktuell führt der europaweite Personalmangel im Luftverkehr gerade zu Peak-Zeiten zu längeren Wartezeiten bei der Passagierabfertigung und damit auch zu einer erheblich längeren Verweildauer der Passagiere», erklärt ein Sprecher des Flughafens Düsseldorf. «Dies geht einher mit einem höheren Abfallaufkommen und einer stärkeren Toilettennutzung im Terminal, in den Flugsteigen sowie im Bereich der Gepäckbänder.»

Man reagiere gemeinsam mit dem beauftragten Reinigungsunternehmen bereits auf die zusätzliche Belastung, so der Sprecher, und zwar mit Personalerhöhung, dem Einsatz eines zweiten Dienstleisters, einem verstärkten Tages- und Nachtdienst des Reinigungspersonals, zusätzlichen Abfallbehältern sowie häufigeren Einsätzen von Reinigungsmaschinen.

Haben Sie aktuell auch an anderen Flughäfen Probleme mit Müll und Reinigung beobachtet? Schreiben Sie uns an redaktion@aerotelegraph.com – gerne mit Fotos.